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London

Baftas: Zoe Saldana widmet Filmpreis ihrem trans Neffen

Das queere Musical "Emilia Pérez" gehörte zu den Favoriten bei den britischen Baftas, musste sich jedoch mit zwei Preisen begnügen. Zoe Saldana wurde als beste Nebendarstellerin geehrt – und sorgte für einen bewegenden Moment.


Zoe Saldana zeigt ihren Bafta: "Als stolze Tante eines trans Lebens werde ich immer an der Seite meiner Community von trans Menschen stehen." (Bild: IMAGO / Cover-Images)
  • 17. Februar 2025, 04:10h 3 Min.

Der Vatikan-Thriller "Konklave" und das Drama "Der Brutalist" haben die Verleihung der britischen Bafta-Filmpreise mit jeweils vier Auszeichnungen dominiert. "Konklave" wurde bei der Gala am Sonntagabend in London unter anderem als bester Film ausgezeichnet. "Der Brutalist" gewann den Regie-Preis, zudem wurde Hauptdarsteller Adrien Brody als bester Schauspieler geehrt. Der queere Musical-Thriller "Emilia Pérez" musste sich mit zwei Baftas begnügen.

Der Film "Konklave" des österreichisch-schweizerischen Regisseurs Edward Berger setzte sich in der Hauptkategorie gegen "Emilia Pérez" und "Der Brutalist" sowie die Bob-Dylan-Biographie "Like A Complete Unknown" und den Cannes-Gewinner "Anora" durch. "Konklave" handelt von Verrat und Intrigen rund um die Wahl eines Papstes. Der Film wurde außerdem in den Kategorien Schnitt und bestes adaptiertes Drehbuch sowie als bester britischer Film geehrt. Der britische Schauspieler Ralph Fiennes, der sich mit seiner Rolle als Kardinal in "Konklave" Hoffnung auf den ersten Bafta für die beste Schausspielleistung seiner langen Karriere gemacht hatte, wurde enttäuscht.

Das Drama "Der Brutalist" von Regisseur Brady Corbet handelt von einem aus Ungarn stammenden jüdischen Architekten. Der Film gewann auch den Preis für die beste Kamera und das beste Originaldrehbuch.

Nur zwei Preise für "Emilia Pérez"

Das Musical "Emilia Pérez" über eine trans Drogendealerin, die ihren Tod vortäuscht, um als Frau leben zu können, war Anfang des Jahres bei den Golden Globes in vier Kategorien ausgezeichnet worden – bei den Baftas wurde es als bester nicht-englischsprachiger Film geehrt. Zoe Saldana wurde für ihre Darbietung in dem Film zudem als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet, sie hatte im vergangenen Monat bereits einen Golden Globe erhalten.

Saldana widmete ihren Bafta ihrem trans Neffen. Obwohl sie keine Zeit hatte, die Widmung während ihrer Dankesrede auszusprechen, erklärte Saldaña kurz darauf vor Journalist*innen, dass es "eine letzte Sache gibt, die ich auf der Bühne nicht sagen konnte". Wörtlich sagte Saldana: "Ich widme all diese Preise und den Film 'Emilia Pérez' meinem Neffen Eli. Er ist der Grund – sie sind der Grund – warum ich mich überhaupt für diesen Film angemeldet habe. Als stolze Tante eines trans Lebens werde ich immer an der Seite meiner Community von trans Menschen stehen."

@pinknews

Emilia Pérez star Zoë Saldaña has dedicated her Best Supporting Actress BAFTA to her trans nephew, and vied to stand by the trans community. Saldaña beat off stiff competition from the likes of Wicked star Ariana Grande and The Last Showgirls Jamie Lee Curtis to bag the Best Supporting Actress gong for her role in Jacques Audiards controversial Spanish-language musical. Speaking to PinkNews and other media at the BAFTAs winners conference, Saldaña revealed that she took the role in Emilia Pérez to honour her trans nephew Eli. Im dedicating all of these awards and film Emilia Pérez to my nephew, Eli, she told reporters. He is the reason they are the reason I signed up to do this film in the first place. So as the proud aunt of a trans life, I will always stand with my community of trans people. In the crime thriller, Saldaña plays Rita, a fastidious lawyer at the top of her game who is recruited to help a Mexican cartel boss, the titular Emilia (Karla Sofía Gascón), to fake her own de@th. She wishes to fake her de@th to access gender-affirming surgery and live her life as a woman. Saldaña, who last month won a Golden Globe for the role and has also been nominated for an Oscar, shared that she didnt have time to make the dedication during her on stage acceptance speech. While on stage she told the crowd that she hoped films like Emilia Pérez could change hearts and challenge minds and suggested that trans voices need to be heard. She also took a moment to thank her co-stars, including lead Gascón, who was absent from the ceremony despite being nominated in the Best Actress category. Last month, a string of now-deleted tweets by Gascón were unearthed in which she shared anti-Islam sentiment and took aim at the Oscars for promoting diversity. The BAFTAs also saw Audiards musical win the accolade for Best Film not in the English language, with the director paying tribute to his dear Gascón. Above all, I would like to thank all the wonderful artists who brought this film to life and who are here with us tonight. My dear Zoe [Saldaña], my dear Selena [Gomez], Giorgini, Paul, Juliet, Camille, Clement, Julia and your team, but also you, my dear Karla Sofia, that I kiss he told the crowd in French. Im deeply proud of what we achieved together. Long live Emilia Pérez! #emiliaperez #bafta #zoesaldana #transgender #baftaawards #lgbtqia

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Noch bis vor wenigen Wochen galt der Film des französischen Regisseurs Jacques Audiard als Favorit für den britischen Filmpreis. Doch dann kamen wegen früherer Online-Äußerungen Rassismus-Vorwürfe gegen "Emilia Pérez"-Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón auf. Expert*innen zufolge werden auch die Oscar-Chancen des für den US-Streamingdienst Netflix produzierten Films durch die Affäre um seine Hauptdarstellerin deutlich geschmälert. Die wichtigsten Filmpreise der Welt werden am 2. März in einer großen Gala in Los Angeles verliehen.

Beste Hauptdarstellerin in Mikey Madison

Den Preis als beste Hauptdarstellerin bei den Baftas gewann Mikey Madison für ihre Rolle als Stripperin in "Anora". Die 25-Jährige sagte, sie widme die Auszeichnung "der Gemeinschaft der Sexarbeiterinnen: Ich sehe Euch, ihr verdient Respekt und Menschenwürde".

"Emilia Pérez" und "Konklave" waren als Favoriten ins Rennen um die Baftas gegangen. "Konklave" war für zwölf Preise nominiert, einen mehr als "Emilia Pérez". (cw/AFP)

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