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- 24. Juli 2006 1 Min.
Berlin (queer.de) - Der Berliner CDU-Bürgermeisterkandidat Friedbert Pflüger soll nach dem Willen der SPD den Homo-Bundeswehrerlass wieder rückgängig machen. Der Erlass besagt, dass Bundeswehrsoldaten nach dem Willen des Bundesverteidigungsministeriums auf Dienstreisen nicht mehr in der Nähe von "einschlägigen Lokalen" in der Schwulenszene übernachten dürfen (queer.de berichtete). Pflüger selbst ist seit 2005 Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Daher solle der CDU-Politiker "Stellung zu dem Vorgang nehmen und dafür sorgen, dass diese Regelung rückgängig gemacht wird", forderte der SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller im heute erschienenen "Tagesspiegel". Er schloss sich damit einer Forderung des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) an. "Es handelt sich um eine eindeutige Diskriminierung von Homosexuellen und um eine eklatante Verletzung des im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatzes", so die Begründung. Pflüger ist am Samstag in der Berliner CSD-Parade mitmarschiert und hat dabei die schwul-lesbischen Wähler aufgefordert, nicht automatisch für Wowereit zu votieren, nur weil der Bürgemeister schwul sei (queer.de berichtete). Die Abgeordnetenhauswahlen finden am 17. September statt. (dk)















Auf der einen Seite finde ich es gut, dass er beim CSD Flagge gezeigt hat und vor Ort war, dass muss man lobend erwähnen und darf dies nicht "kaputtreden". Es ist ein Fortschritt für die CDU, wenn konservative Politiker beim CSD erscheinen.
Auf der anderen Seite ist er dann auch im Verteidigungsministerium in der Pflicht, wenn er dort eine solche Verantwortung trägt.
Haltbar ist das Schreiben, soweit es existiert, auf jeden Fall nicht und dürfte schon bald Geschichte sein...einfach lächerlich und spiessig, dass Soldaten auf Dienstreise vor Schwulenvierteln "geschützt" werden sollen.