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Berlinale 2025

Queerer Film "Dreams (Sex Love)" gewinnt den Goldenen Bären

Zum Abschluss der Berlinale konnte sich der norwegische Filmemacher Dag Johan Haugerud über den Hauptpreis der Festivals für sein Drama "Dreams (Sex Love)" freuen. Auch viele weitere queere Filme räumten ab.


Szene aus "Dreams (Sex Love)" (Bild: Agnete Brun)
  • 23. Februar 2025, 07:18h 3 Min.

Die 75. Berlinale hat am Samstagabend mit der Verleihung der Hauptpreise ihren Höhepunkt erreicht. Nachdem zuletzt zwei Mal Dokumentarfilme mit dem Goldenen Bären, dem Hauptpreis des Festivals, ausgezeichnet worden waren, ging die besondere Ehre nun an den norwegischen Beitrag "Dreams (Sex Love)" von Dag Johan Haugerud (60). Der Filmemacher erzählt hier von einem Mädchen, das sich in seine Lehrerin verliebt. Das Werk, das auch im Rennen um einen Teddy Award war, soll im Mai in den deutschen Kinos erscheinen.

Direktlink | Trailer zu "Dreams (Sex Love)"
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Schauspielpreise für Hollywoodstars Rose Byrne und Andrew Scott

Den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle erhielt am Samstagabend im Berlinale-Palast die Australierin Rose Byrne (45), die als überforderte Mutter in "If I Had Legs I'd Kick You" überzeugen konnte. "Fleabag"- und "Ripley"-Star Andrew Scott (48), der in "Blue Moon" an der Seite von Ethan Hawke (54) zu sehen war, wurde mit dem Silbernen Bären für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Richard Linklaters queeres Drama "Blue Moon" erzählt die Geschichte des Songwriters Lorenz Hart, dessen berufliches und privates Leben während der Premierenfeier für das Musical "Oklahoma!", mit dem sein ehemaliger Partner, der Komponist Richard Rodgers, einen großen Erfolg feiert, ins Wanken gerät.


Szene aus "Blue Moon" (Bild: Sabrina Lantos / Sony Pictures Classics)

Auch weitere Hauptpreise verlieh die Jury um den schwulen Präsidenten Todd Haynes (64). So ging der Silberne Bär Großer Preis der Jury an den queeren brasilianischen Film "The Blue Trail" (O último azul). In dem Drama von Filmemacher Gabriel Mascaro (41), das auch für einen Teddy Award nominiert war, wird die 77-jährige Tereza gezwungen, in eine Senior*innen-Kolonie umzuzehen. Um sich einen letzten Wunsch zu erfüllen, bricht sie zu einer Reise durch das Gebiet des Amazonas und seiner Nebenflüsse auf.


Szene aus "The Blue Trail" (Bild: Guillermo Garza / Desvia)

Den Jurypreis gewann das argentinische Roadmovie "The Message" (El mensaje) von Iván Fund (41). Der chinesische Filmemacher Huo Meng wurde mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Sein Drama "Living the Land" (Sheng xi zhi di) erzählt über mehrere Generationen hinweg vom Wandel im ländlichen China. Viele Darsteller*innen gaben hierin ihr Leinwanddebüt.

Der Rumäne Radu Jude (47), 2021 mit "Bad Luck Banging or Loony Porn" Gewinner des Goldenen Bären, erhielt für "Kontinental '25" den Silbernen Bären für das beste Drehbuch. Der Silberne Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung ging an das Ensemble von "The Ice Tower" (La Tour de Glace) von Lucile Hadžihalilovi? (63). Zum Cast des queeren Films, in dem sich eine junge Ausreißerin in einer Schauspielerin verliebt, gehören unter anderem Oscarpreisträgerin Marion Cotillard (49) und der Deutsche August Diehl (49).

Bereits am Freitagabend wurden in der Volksbühne die Teddy Awards verliehen. Als bester queerer Spielfilm wurde der Animationsfilm "Lesbian Space Princess" ausgezeichnet. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an "Satanische Sau" von Rosa von Praunheim (queer.de berichtete). (cw/spot)

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