https://queer.de/?5283
- 25. Juli 2006 2 Min.
In England wird vor der Kamera eifrig gewichst. Mit dem ersten Masturbate-a-thon will man u. a. Geld für den Kampf gegen HIV sammeln.
Von Carsten Weidemann
In Großbritannien wird am 5. August zum ersten Mal der Masturbate-a-thon veranstaltet. Teile davon sollen im Fernsehen auf Channel Four ausgestrahlt werden. Hunderte von Frauen und Männern werden dann in den Londoner Drop Studios masturbieren. Sponsoren zahlen Geld für jede Minute, in der die Freiwilligen an sich herumhantieren. Die handanlegenden Kandidaten können auch Preise gewinnen: Wer kann am meisten? Wer kann am längsten? Der Weltrekord im Marathon-Masturbieren liegt zurzeit bei achteinhalb Stunden – fünf Minuten Pause pro Stunde inklusive.
Channel-Four-Unterhaltungschef Andrew MacKenzie wurde von der Zeitung "The Daily Mail" für seine Programmgestaltung mittlerweile schon mit "Chef-Pornograf" betitelt. "Es ist Zeit, das Ereignis über den Teich zu holen, um zu schauen, ob die britische Öffentlichkeit Massenmasturbation begrüßen kann", teilte die TV-Station Channel Four in einer Pressemitteilung mit. Die Organisation eines Masturbate-A-Thon ist nämlich nicht neu. In San Francisco fanden bereits fünf solche Anlässe statt. Dabei seien jeweils Tausende von Dollars gesammelt worden, berichtet RP-Online. Laut "Spiegel Online" soll das Geld in Großbritannien für den Kampf gegen HIV und für sexuelle Aufklärung eingesetzt werden.
Natürlich gibt es auch Regeln für die interessierten "Wichser". Teilnehmen dürfen natürlich nur Jungs und Mädels ab 18 Jahren. Drogen, Alkohol und Zigaretten müssen draußen bleiben. Das Anfassen der anderen Masturbierer ist streng verboten – Gruppensex soll nämlich auf keinen Fall entstehen. Trotzdem werden in allen Bereichen Safer-Sex-Hinweise angebracht und Kondome ausgelegt werden. Um die Sauberkeit kümmert sich Reinigungspersonal, das in regelmäßigen Abständen jegliche Körperflüssigkeiten beseitigt. Kleenex-Tücher, Handschuhe und Gleitmittel liegen ebenfalls aus. Ganz nach dem Credo der Veranstaltung: "Vorurteile, Respektlosigkeit und Intoleranz werden nicht akzeptiert – jeder der sich in dieser Richtung bemerkbar macht, wird aufgefordert den Event sofort zu verlassen."
25. Juli 2006
Links zum Thema:
» Mehr zum Event auf der offiziellen Homepage
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
Mi, 20:15h, rbb:
Legenden
Folge 43: Rosenstolz – Liebe ist alles – Sie waren eine der erfolgreichsten deutschen Popbands der letzten 30 Jahre, ein Schwuler aus Goslar und eine Hetera aus Ost-Berlin: ein Duo der Gegensätze.
Doku, D 2021- 5 weitere TV-Tipps für Mittwoch »














Was zeigen die denn da im Fernsehen?
Und das in England!
Und was für Schwachmaten machen bei sowas mit?