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- 25. Juli 2006 1 Min.
Riga (queer.de) - Die Polizei der lettischen Hauptstadt Riga hat bekannt gegeben, dass sie im Zusammenhang mit den homophoben Übergriffen zum CSD 14 Menschen verhaftet hat. Am Samstag haben hunderte Rechtsradikale schwul-lesbische Gottesdienst-Besucher in einer anglikanischen Kirche eingekesselt und anschließend bedroht und mit Exkrementen beworfen (queer.de berichtete). Die Festgenommenen sollen die "Rädelsführer" der Gruppe sein, so die Polizei. Die Besucher des Gottesdienstes hatten die Beamten beschuldigt, die Übergriffe zunächst nicht gestoppt zu haben. Der Innenminister Dzintars Jaundzeikars, ein erklärter CSD-Gegner, lobte dagegen die Arbeit der Polizei im Lichte der Festnahmen. Er sagte auch, die Verhafteten sprächen Russisch, machte aber nicht klar, ob sie lettische oder russische Staatsbürger sind.
Präsidentin kritisiert CSD-Verbot
Die lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga hat unterdessen das Verbot des CSDs scharf kritisiert. "Die Weigerung, eine Genehmigung für die Veranstaltung zu erteilen, ist eines demokratischen Staates unwürdig", so die Politikerin. "Lettland muss die Verfassung befolgen, die den Staatsbürgern garantiert, ihre Meinung frei zu äußern. Der Staat muss dafür sorgen, dass das möglich ist". Vike-Freiberga hatte bereits Ende Juni gegen ein Antidiskriminierungsgesetz ihr Veto eingelegt, weil Lesben und Schwule davon ausgenommen waren (queer.de berichtete). (dk)














