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  • 25. Juli 2006 19 2 Min.

Berlin (queer.de) - Die Bundeswehr bezeichnet die Auslistung eines Kölner Hotels nahe der Schwulenszene als "absoluten Einzelfall". "Die sexuelle Neigung spielt bei der Bundeswehr keine Rolle", so eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums zur Nachrichtenagentur ddp. Dem "Tagesspiegel" sagte ein Sprecher, dass sich Dienstreisende der Truppe "über die Unterbringung beschwert hatten, weil es ihnen unangehm war, wegen mangelnder Parkplätze vor dem Hotel in Uniform an diversen Sex-Shops und Homosexuellenbars vorbeizugen". "Der Spiegel" hatte am Wochenende unter Berufung eines Schreibens des Verteidigungsministeriums berichtet, dass Bundeswehrsoldaten nicht mehr in der Nähe von "einschlägigen" Homo-Lokalen übernachten müssten (queer.de berichtete).
Pflüger verteidigt sich
Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Friedbert Pflüger hat sich gegen Kritik seitens der SPD, der Grünen und des LSVD verteidigt. "Ich habe das klare Signal in das Ministerium gegeben, dass Diskriminierung von Homosexualität inakzeptabel ist", so der Politiker zum ddp. Vor dem "Spiegel"-Bericht habe er nichts vom Vorgang in Köln gewusst. Pflüger war in die Kritik geraten, weil er am Samstag beim CSD mitdemonstriert hatte, sich aber zunächst nicht zu den Vorgängen geäußert hatte. Der 51-Jährige tritt im September bei den Abgeordnetenhauswahlen gegen den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) an.
Kauch: Anfrage an Bundesregierung
Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Michael Kauch (FDP) hat mit einer Parlamentarischen Anfrage Aufklärung von der Großen Koalition über die Sonderregelungen für Bundeswehrübernachtungen gefordert. "Konkret frage ich, ob die Berichterstattung des 'Spiegels' zutrifft", so der 39-Jährige. "Außerdem möchte ich wissen, ob es vergleichbare Regelungen für Übernachtungsmöglichkeiten in heterosexuellen Diskotheken- und Kneipenvierteln, in Vergnügungsvierteln wie der Reeperbahn in Hamburg oder in der Nähe von heterosexuellen Bordellen, Sexkinos, Table-Dance-Bars, Swinger-Clubs oder vergleichbaren Einrichtungen gibt." (dk)

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#1 FlexiAnonym
  • 25.07.2006, 15:41h
  • Wer sich seiner Sexualität bewusst ist, dem braucht es auch nicht "unangenehm" zu sein, an einer Schwulenkneipe oder an einem Sexshop vorbei zu gehen. Die Bundeswehr scheint ja ein ziemlich verklemmter Haufen zu sein.

    Übrigens: wer immer wieder betont, nichts gegen Schwule zu haben aber dennoch solche Probleme hat, hat in Wirklichkeit sehr wohl was gegen Schwule.

    Hotels zu meiden, weil sie in der Nähe von Schwulenvierteln liegen ist ja wohl Diskriminierung und Bigotterie hoch zehn!
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#2 TedAnonym
  • 25.07.2006, 15:46h
  • Kein Wunder, dass wir die letzten beiden Kriege verloren haben, wenn deutsche Hetero-Soldaten so weinerlich sind..........
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#3 seb1983
  • 25.07.2006, 16:04h
  • @Flexi

    "Die Bundeswehr scheint ja ein ziemlich verklemmter Haufen zu sein"

    Da haben wir schon ein "Problem". Die BW wird als eine Einheit gesehen, es sehen ja alle gleich aus gell..... dass da tausende unterschiedlichste Menschen arbeiten (Vielfalt und so) von denen bestimmt genug verklemmt sind aber genug auch offener oder gar schwul oder lesbisch lässt man da mal schnell unter den Tisch fallen.

    @Ted

    sogar für die Bildzeitung zu blöd.... schalt mal dein Hirn ein!
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