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  • 27. Juli 2006 17 2 Min.

Olympia (queer.de) - Der Oberste Gerichtshof des US-Staates Washington hat gestern in der Hauptstadt Olympia mit fünf gegen vier Richterstimmen die Einführung der Homo-Ehe abgelehnt. Damit geht der Prozess von mehreren schwul-lesbischen Paaren zu Ende, die dem Staat Washington Diskriminierung vorwarfen, weil sie nicht heiraten durften. In der ersten Instanz hatten die Paare noch gesiegt (queer.de berichtete). Die Mehrheit der Richter argumentierte, nur verschiedengeschlechtliche Paare könnten Kinder kriegen, daher habe der Staat im besten Interesse der Kinder gehandelt, als er die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definierte - eine Diskriminierung sei das Verbot der Homo-Ehe daher nicht. Das Parlament könne aber das Heiratsprivileg auch auf Schwule und Lesben ausweiten, wenn es dafür eine Mehrheit gebe.
Homo-Ehe wieder im Parlament, Gouverneurin signalisiert Zustimmung
Der demokratische Abgeordnete Ed Murray kündigte nach Entscheidung der Richter an, einen Gesetzentwurf zur Einführung der Homo-Ehe ins Parlament einzubringen. "Mein Herz ist bei den Tausenden von schwulen und lesbischen Paaren in Washington, die das Urteil bitter enttäuscht hat", so Murray in einer Pressekonferenz, in der auch sein Lebenspartner anwesend war. "Aber jetzt dürfen wir nicht enttäuscht sein. Wir werden es eines Tages schaffen, die Ehe-Öffnung durchs Parlament zu kriegen." Die demokratische Gouverneurin Chris Gregoire hat bereits angekündigt, das Gesetz zur Ehe-Öffnung zu unterzeichnen. Allerdings wird scharfer Widerstand insbesondere von republikanischen Abgeordneten in Repräsentantenhaus und Senat erwartet. Ein ähnliches Gesetz war im vergangenen Jahr bereits vom Parlament Kaliforniens verabschiedet worden. Allerdings hat der republikanische Gouverneur Arnold Schwarzenegger dann sein Veto gegen die Ehe-Öffnung eingelegt (queer.de berichtete). Schwule und Lesben dürfen in den USA bislang nur in Massachusetts heiraten. (dk)

-w-

#1 manni2Anonym
  • 27.07.2006, 16:32h
  • Kein Wunder...
    Bush+religoese Rechte= Mist
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#2 hwAnonym
  • 27.07.2006, 16:45h
  • es geht um nachwachsende biomasse.
    kanonen-futter, für nationale und internationale einsätze, weisse unterschicht, latinos und schwarze.
    samt und sonders mehr oder weniger schwulenfeindlich sozialisiert.

    es geht um knast-insassen, empfehlenswert, angela davis: der gefängnis-industrielle-komplex.

    sechs- bis zwölfmal so viele inhaftierte wie in allen anderen Industrieländern, der unangefochtenen Spitzenplatz bei inhaftierungen, obwohl die kriminalitätsrate während dieser zeit zunächst stabil blieb.
    der strafvollzug wurde zum drittgrößten arbeitgeber der nation gemacht, mit 650.000 Angestellten und laufenden Kosten von über 40 milliarden dollar.

    gezüchtet wurde:
    6,5 mio us-bürger sind unter justiz aufsicht,
    jeder 20-ste mann, jeder 9-te schwarze, jeder dritte schwarze im alter von 18-35.
    es gibt 55 millionen starfregister, davon rund 1/3 männliche arbeiterklasse.

    die private gefängnisindustrie boomt.
    der hessen-hitler (titanic über koch),
    hat sich das vor einiger zeit ja schon angesehen.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23149/1.html

    de.wikipedia.org/wiki/Angela_Davis
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#3 GerdAnonym
  • 28.07.2006, 09:02h
  • Das war eine sehr knappe Entscheidung. Ich denke, bald werden weitere Staaten die Ehe öffnen. Schon bei der Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre ging es nach langem Vorlauf recht schnell. Wir in Deutschland brauchen übrigens nicht so hochnäsig zu sein: Wir haben hier nur die eingetragene Partnerschaft, also eine Ehe 2. Klasse. In Massachusetts gibt es schon die Ehe 1. Klasse, ebenso in ganz Kanada. Nordamerika arbeitet also zumindest dran, während hier leider gar nichts passiert.
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