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USA
"LGBTQ-Indoktrination von Kindern": Republikanerin will öffentlich-rechtliche Sender zerschlagen
Für die US-Republikanerin Marjorie Taylor Greene sind die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender NPR und PBS "so radikal, dass sie das amerikanische Volk und vor allem die amerikanischen Kinder einer Gehirnwäsche" unterzögen.

Marjorie Taylor Greene gilt selbst innerhalb ihrer Partei als polarisierend und weit rechts stehend (Bild: House Creative Services / wikipedia)
- 27. März 2025, 06:22h 2 Min.
Bei einer Anhörung im US-Kongress hat die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene die staatliche Finanzierung öffentlich-rechtlicher Sender in den USA mit scharfen Worten attackiert. "Wir werden die vollständige und totale Streichung und Auflösung der Corporation for Public Broadcasting (CPB) fordern", sagte Greene, eine glühende Anhängerin von US-Präsident Donald Trump, am Mittwoch mit Bezug zu der Gesellschaft, die die staatlichen Mittel an die Sender verteilt.
Die über die öffentlich-rechtlichen Sender NPR und PBS verbreiteten Inhalte kritisierte Greene als "so radikal, dass sie das amerikanische Volk und vor allem die amerikanischen Kinder einer Gehirnwäsche" unterzögen.
Green unterstellt den Sender eine politische Agenda
Die Sender trieben eine politische Agenda voran, die "die LGBTQ-Indoktrination von Kindern" und "das systemische Rassismus-Narrativ" sowie "familienfeindliche, kriminalitätsfördernde Falschmeldungen" umfasse, behauptete Greene, die auch einem Komitee angehört, das zur Unterstützung der von Trump-Berater Elon Musk geleiteten Abteilung für staatliche Effizienz (Doge) ins Leben gerufen wurde.
Der Rechtspopulist Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus zahlreiche Regierungsprogramme beendet, die darauf abzielten, Vielfalt und Gleichheit in der Regierung, am Arbeitsplatz und im Gesundheitswesen sowie die Rechte von queeren Menschen zu fördern.
CPB-Gelder bis 2027 gesichert
Das seit fast 60 Jahren bestehende CPB verfügt bereits über einen vom Kongress genehmigten Haushalt bis 2027. Darin sind Gelder von über 500 Millionen Dollar (465 Millionen Euro) zur Finanzierung vorgesehen. Schätzungen der Rundfunkanstalten zufolge hören etwa 40 Millionen US-Bürger*innen mindestens einmal pro Woche NPR, etwa 36 Millionen US-Bürger*innen schalten jeden Monat ihren lokalen PBS-Sender ein.
Trump und seine Republikaner wettern seit langem gegen etablierte Medien. In seiner ersten Amtszeit hatte der Republikaner vorgeschlagen, dass die von der US-Regierung finanzierten Medien seine Politik unterstützen sollten. (cw/AFP)














