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  • 1. April 2025, 08:20h 2 Min.

Hohe Auszeichnung für Chris Lily Kiermeier (Bild: Facebook / Sexabled.com)

Der Waltraud-Schiffels-Preis für "herausragende Projekte aus trans* Communitys" geht dieses Jahr an die Münchner Bloggerin und trans Aktivistin Chris Lily Kiermeier und ihr Projekt "Sexabled. Lust für Alle". Zudem wird trans Aktivistin Mari Günther mit dem Waltraud-Schiffels-Ehrenpreis für ihr Lebenswerk geehrt.

Kiermeier beschäftigt sich insbesondere mit Themen wie Behinderung und Sexualität sowie Queersein mit einer Behinderung. "Als trans Frau mit einer Behinderung lege ich großen Wert darauf, dass Intersektionalitäten stärker beachtet werden", erklärte sie auf ihrer Website. Die aus Zustifterin Janka Kluge, Annette Güldenring, Manuel Ricardo Garcia (Ehrenpreisträger von 2024) sowie Professorin Karen Nolte bestehende Jury würdigte die Bloggerin mit den Worten: "Lily Kiermeier scheut nicht, sich öffentlich zu zeigen und setzt dafür ihre Gedanken, ihren Körper und ihre Meinung konsequent ein. Dabei kann Lily auf wenige Vorbilder zurückgreifen und geht darum oft experimentell an ihre Grenzen heran." Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Mari Günther erhält den diesjährigen Schiffels-Ehrenpreis, weil sie nach Angaben der Jury "seit 2005 eine wichtige Rolle in der Transgenderbewegung einnimmt". Dabei lege sie besonderen Fokus auf die Verbesserung der Gesundheits­versorgung für trans­geschlechtliche und nicht-binäre Menschen. "Mit außergewöhnlicher Beharrlichkeit, analytischer Schärfe und feiner Sensibilität für die Bedarfe trans­geschlechtlicher Menschen hat sie über zwei Jahrzehnte hinweg an nachhaltigen Veränderungen mitgewirkt und entscheidende Impulse für eine gerechtere Gesundheits­versorgung gesetzt", so die Jury.

Die Preisverleihung findet 26. Juli im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im queeren Zentrum Sub in München statt.

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Der Schiffels-Preis wird seit 2022 von der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung vergeben. Er ist nach Dr. Waltraud Schiffels (1944 -2021) benannt, einer Schriftstellerin und Germanistin. Ihr literarisches Schaffen nutzte sie auch, um Sichtbarkeit für das Thema Transgeschlechtlich­keit herzustellen. (cw)

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