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- 28. Juli 2006 1 Min.
Ankara (queer.de) - Ein Gericht in Ankara hat die neueste Ausgabe des von der Homo-Gruppe Kaos GL publizierten Magazins verboten, berichtet die Nachrichtenagentur BIA. Richter Tekman Savas Nemli sagte, die Titelgeschichte über Pornografie verstoße gegen die "allgemeine Moral", nannte aber keine Details. Für Kaos-Anwältin Oya Aydin ist die Entscheidung ein Eingriff in die freie Meinungsäußerung: "Wir werden Berufung einlegen", so Aydin. "Es gibt kein Gesetz für Verstöße gegen 'allgemeine Moral' in der Türkei. Das Verbot ist ein politisches Manöver. In Männermagazinen gibt es pornografische Abbildungen von Frauen, die keinerlei juristische Reaktion hervorrufen." Kaos GL bezeichnete das Verbot als "sexistisch und homophob". Bereits im vergangenen Jahr wollte ein Gouverneur die 1994 gegründete Gruppe verbieten lassen, scheiterte damit aber vor Gericht (queer.de berichtete). (dk)
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» Kaos GL















Und dieses Land soll in die EU (die Beitrittsverhandlungen laufen schon...).
Nicht nur, dass dort offenbar Redefreiheit und Pressefreiheit nichts wert sind, sondern es wird gezielt gegen Schwule und Lesben gearbeitet. (Hetero-Porno-Magazine gibt es weiter, aber ein Schwulenmagazin verstößt gegen Sitten.)
Schon die Aufnahme Polens und der baltischen Staaten in die EU war eine Katastrophe und wir lesen fast täglich von den Folgen. Wenn jetzt der selbe Fehler mit der Türkei wiederholt wird, habe ich auch noch mein letztes bisschen Vertrauen in die EU verloren!
Und vor allem: dann wären die Homohasser in der EU stark genug, um auch in den anderen Staaten eine Menge an Fortschritt zu verhindern oder sogar bereits Erreichtes wieder rückgängig zu machen...