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Filmfest Dresden
Sächsischer Filmpreis für queeren Kurzfilm "Saigon Kiss"
Die queere Romanze "Saigon Kiss" von Hong Anh Nguyen über die Begegnung zweier junger, queerer Frauen in Ho-Chi-Minh-Stadt erhielt die mit 20.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung des Kurzfilmfestivals Filmfest Dresden.

Szene aus "Saigon Kiss"
- 13. April 2025, 12:50h 3 Min.
Die Gewinner des Kurzfilmfestivals Filmfest Dresden stehen fest. Den sächsischen Filmpreis – die mit 20.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung des Festivals – erhielt bei der feierlichen Verleihung am Abend "Saigon Kiss" von Hong Anh Nguyen über die Begegnung zweier junger, queerer Frauen in Ho-Chi-Minh-Stadt, wie das Filmfest mitteilte.
"Jede filmische Entscheidung – von der Kameraführung über das Casting bis zur Musik – wirkt sorgfältig gewählt und fügt sich zu einem sensibel komponierten Gesamtwerk, das überzeugt und bezaubert", begründete die Jury des nationalen Wettbewerbs ihre Entscheidung.
Die Schönheit flüchtiger Begegnungen
"Saigon Kiss" ist eine queere Romanze, die zwei junge Frauen im chaotischen Verkehr von Vietnams Ho-Chi-Minh-Stadt begleitet und die Schönheit flüchtiger Begegnungen in den Mittelpunkt stellt. Der Film erzählt die Geschichte von Mơ, die durch den Berufsverkehr streift, um einem unerwünschten Anruf zu entgehen. Als sie Vicky mit ihrem kaputten Motorrad am Straßenrand trifft, entwickelt sich zwischen den beiden jungen queeren Frauen in den lauten Straßen von Saigon eine hautnahe Begegnung.
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Neben der Stuntkoordinatorin und Schauspielerin Nguyễn Vũ Trúc Như in der Hauptrolle sowie der Tänzerin Morua Thương Lê in ihrer ersten Filmrolle sind auch bekannte Drag-Performer*innen aus dem "House of Illusion" in Ho-Chi-Minh-Stadt zu sehen. "Saigon Kiss" wurde für den Grand Prix in Clermont-Ferrand nominiert und erhielt eine Special Mention der Queer Jury – eine Auszeichnung, die in Zusammenarbeit mit der Queer Palm von Cannes vergeben wird.
Der Film wurde vom Goethe-Institut Ho-Chi-Minh-Stadt und der Asia-Europe Foundation unterstützt.
Doppelter Erfolg für "Do Something" und "Panadrilo"
Gleich zwei Auszeichnungen gab es für die deutsche Produktion "Do Something". Sofija Zivkovic nahm im nationalen Wettbewerb die Goldenen Reiter für den Besten Animationsfilm sowie für den Publikumspreis entgegen. Der Film schenke "einen nahbaren, menschlichen Zugang zum Thema mentale Gesundheit", hieß es in der Begründung der Jury.
Auch im internationalen Wettbewerb gab es einen doppelten Gewinner: Der Beitrag "Panadrilo" aus Panama von Marcela Heilbron, der sich mit Migrationserfahrungen auseinandersetzt, wurde von der Jury zum besten Kurzfilm gewählt und bekam den Arte Kurzfilmpreis. "Eine ungewöhnliche, fantastische Erzählung, die wie ein Märchen anmutet", beschrieb die Jury von Arte den Film.
Gewinner-Filme am Sonntag zu sehen
Das Filmfest ist in diesem Jahr in seine 37. Auflage gegangen. Insgesamt wurden 17 Preise im Wert von 70.500 Euro vergeben. Dabei haben acht Jurys und das Publikum ihre Favoriten aus 67 Kurzfilmen in den drei Wettbewerben gekürt. Alle Preisträgerfilme sind am Sonntag, dem letzten Festivaltag, noch einmal zu sehen. (cw/dpa)
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