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Sitzt für die CDU im Bundestag
Hendrik Streeck bringt sich als Gesundheitsminister ins Spiel
Der schwule Virologe Hendrik Streeck traut sich das Amt des Bundesgesundheitsministers zu. Eine besondere Herausforderung sei es, das Gesundheitssystem kosteneffizienter zu machen.

Der bekannte Virologe Hendrik Streeck sitzt seit dem 25. März 2025 für die CDU im neuen Bundestag (Bild: Frank Burkhardt / wikipedia)
- 14. April 2025, 15:11h 2 Min.
Der schwule Virologe und CDU-Politiker Hendrik Streeck traut sich nach eigener Aussage das Amt des Bundesgesundheitsministers im voraussichtlich künftigen schwarz-roten Kabinett zu.
Es brauche einen Minister, der sich eine großflächige Reform des Systems zutraue und sich "mit den verschiedenen Akteuren, den unterschiedlichen Partikularinteressen anlegen kann", sagte Streeck dem "Berlin Playbook Podcast" des Nachrichtenportals "Politico" vom Montag. "Ich kenne zumindest alle sehr gut", fügte Streeck hinzu.
Karl Lauterbach muss Amt abgeben
Besonders gelte es, angesichts der drohenden Kostenexplosion im Gesundheitsbereich die Anzahl der Arztbesuche zu regulieren. "Hier müssen wir reduzieren und effektiver werden", sagte Streeck. Helfen könne das im Koalitionsvertrag festgehaltene verpflichtende Primärarztsystem.
Die Primärärzt*innen sollen demnach "den medizinisch notwendigen Bedarf für einen Facharzttermin" und die zeitliche Dringlichkeit feststellen. Das soll zu einer besseren Versorgung der Patient*innen und einer schnelleren Terminvergabe führen.
Union und SPD hatten vereinbart, dass künftig die CDU das Gesundheitsministerium führen wird. Der amtierende SPD-Minister Karl Lauterbach wird das Amt also nicht behalten. Streeck zog für die CDU nach der Wahl im Februar erstmals in den Bundestag, sein Wahlkreismandat in Bonn gewann der Hochschulprofessor deutlich vor den Grünen (queer.de berichtete). Mit Jens Spahn stellte die CDU von 2018 bis 2021 schon einmal einen schwulen Gesundheitsminister.
Kuratoriumschef der Deutschen Aidsstiftung
Hendrik Streeck hatte während der Corona-Pandemie bundesweit Bekanntheit erlangt und war in den Expertenrat der Bundesregierung berufen worden. Der Virologe ist seit 2019 auch Kuratoriumschef der Deutschen Aidsstiftung (queer.de berichtete). Im Jahr 2022 wurde er von der Stiftung "Prout at Work" als queere Führungskraft geehrt (queer.de berichtete). (cw/AFP)














