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Nach Gerichtsurteil
Nicola Coughlan setzt sich leidenschaftlich für Trans-Rechte ein
Die irische Schauspielerin Nicola Coughlan hat die Rechte von trans Menschen nach dem Urteil des britischen Supreme Courts verteidigt. Sie habe sich noch nie von einer trans Frau bedroht gefühlt, sondern ausschließlich von cis Männern.

Nicola Coughlan in der Serie "Big Mood" (Bild: Channel 4)
- 29. April 2025, 03:02h 2 Min.
Nicola Coughlan (38) hat die Rechte von trans Menschen nach dem jüngst ergangenen Urteil des Obersten Gerichtshofs des Vereinigten Königreichs leidenschaftlich verteidigt, wie unter anderem "Deadline" berichtet. In einem Gespräch während des Cannes International Series Festivals im Palais des Festivals bezeichnete sie die von Terfs geschürte Angst, von einer trans Frau in öffentlichen Damen-Toiletten angegriffen zu werden, als "hypothetische, erfundene Sache" und "lächerlich, weil es nicht passiert."
Die irische Schauspielerin, die unter anderem aus dem Netflix-Hit "Bridgerton" bekannt ist, erklärte weiter, dass sie sich noch nie von einer trans Frau bedroht gefühlt habe, sondern ausschließlich von cis Männern. "Es hat mich wirklich aufgeregt, wie Menschen feiern, dass anderen Menschen ihre Rechte genommen werden, und ich denke, da läuft etwas wirklich falsch", so Coughlan.
Skandalurteil mit weitreichenden Folgen
Der britische Supreme Court hatte am 16. April entschieden, dass Frauen im Sinne des britischen Gleichstellungsgesetzes nur cis Frauen sind (queer.de berichtete). Trans Frauen können sich demnach nicht auf die gleichen Rechte berufen.
Als Reaktion auf das Urteil veröffentlichte die Kommission für Gleichstellung und Menschenrechte (EHRC) am 25. April eine neue Richtlinie, dass trans Menschen in Großbritannien nicht mehr die Toiletten, Duschen und Umkleiden ihres erlebten Geschlechts nutzen dürfen (queer.de berichtete).
Unterstützung nicht mehr "trendy"?
Coughlan setzt sich seit längerem nachdrücklich für die Rechte von trans Menschen ein. Zuletzt hatte sie in den sozialen Medien dazu aufgerufen, der Wohltätigkeitsorganisation "Not a Phase" mit Spenden zu helfen. Die Schauspielerin sprach auch darüber, dass die Initiative aufgrund des Verlusts von Geldern womöglich hätte schließen müssen – da es "nicht mehr trendy ist, trans Menschen zu unterstützen". Daher appellierte die Schauspielerin: "Es macht Spaß, zur Pride zu gehen, eine Fahne zu schwenken und 'RuPaul's Drag Race' zu schauen, aber wirst du für die Leute da sein, wenn es unangenehm und unbehaglich ist?"
Mit ihrer Einstellung ist Coughlan nicht alleine. Zahlreiche Promis haben in der Vergangenheit ihre Unterstützung für die trans Community gezeigt, darunter die "Harry Potter"-Stars Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint sowie Pedro Pascal, Tilda Swinton oder Troye Sivan. (cw/spot)














