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Berlin (queer.de) - Das Bundesjustizministerium hat gestern bekannt gegeben, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nach seinem Inkrafttreten sofort wieder geändert wird. Eine Sprecherin sagte gegenüber Journalisten, dass nach der Sommerpause "kleinere redaktionelle Ungenauigkeiten" behoben werden würden. Diese seien in das Gesetz gerutscht, weil es unter so großem Zeitdruck verabschiedet worden sei. Grund für die Hast: Wegen der verspäteten Umsetzung von EU-Richtlininien hätten Strafzahlungen gedroht. Die Große Koalition einigte sich in letzter Minute, aus dem AGG das Verbandsklagerecht beim Arbeitsrecht und das Diskriminierungsmerkmal Weltanschauung zu streichen. Diese Änderungen wurden nur teilweise ins Gleichbehandlungsgesetz eingearbeitet. Auch beim Arbeitsgerichtsgesetz, das gleichzeitig geändert werden musste, sind Änderungen vergessen worden. Die Verzögerungen führten auch dazu, dass das Gesetz erst zu spät dem Bundespräsidenten zur Prüfung vorgelegt wurde, so dass es nicht wie geplant am 1. August in Kraft treten konnte (queer.de berichtete).
Opposition kritisiert "Regierungspfusch"
Scharfe Kritik am Vorgehen der Großen Koalition kommt aus den Reihen der Opposition. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel bezeichnete das von den Liberalen bekämpfte AGG als "Flickwerk bis zur letzten Minute". Damit knüpfe die Regierung "nicht nur in der Sache an das gescheiterte rot-grüne Projekt an, sondern auch in der Form des Regierungspfuschs", Auch Volker Beck kritisierte die Große Koalition scharf: "Schlamperei und Murks, wohin man schaut", so das Urteil des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen. (dk)

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#1 hwAnonym
  • 03.08.2006, 15:37h
  • ...dass nach der Sommerpause "kleinere redaktionelle Ungenauigkeiten" behoben werden würden.....

    .....oh ja die kleinigkeiten, anderes schlachtfeld, gleiche methode, berliner republik ?

    letztens, die grass-rede beim PEN:

    die ZEIT: eine rede günter grass

    unten ganz klein:... Eröffnungsrede von Günter Grass zum Kongress des Internationalen PEN in Berlin erscheint hier in einer l e i c h t gekürzten Fassung....

    -----alle amerika- und englandkritischen absätze wurden gestrichen!

    www.zeit.de/2006/22/Grass-Rede_xml?page=all

    das original:

    www.pen-congress2006.de/content/uploads/media/Rede_Grass_230
    506_01.pdf
  • Direktlink »
#2 joshAnonym
  • 03.08.2006, 17:34h
  • ewig lange hats gedauert, dann kommts aber nicht wirklich, wird gleich wieder geändert oder vielleicht auch ganz weggeworfen.
    zum glück gibts noch so länder wie iran wo schwule aufgehängt werden, da bleibt wenigstens klar das es hier (noch) besser ist.
    wie sagte das merkel? wir brauchen in diesem land die diskriminierung um die wirtschaft am laufen zu halten, alles andere würgt die konjunktur ab. da fühl ich mich gewürgt. aber eben noch nicht am galgen. weiter so deutschland...
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#3 manni2Anonym