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Potsdam

Brandenburg: Gedenken im Landtag an die queeren NS-Opfer

Mit einer Gedenkfeier im Plenarsaal erinnert der Landtag des Bundeslands Brandenburg am 17. Mai zum IDAHOBIT an die queeren Opfer des Nationalsozialismus. Zum Tag der Befreiung am 8. Mai gibt es weitere Veranstaltungen.


Symbolbild: Brandenburg-, Deutschland- und Regenbogen­fahne vor dem Landtag in Potsdam (Bild: IMAGO / Eberhard Thonfeld)

  • 3. Mai 2025, 14:52h 2 Min.

Auch in diesem Jahr begeht der Landtag des Bundeslands Brandenburg den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) am 17. Mai. "Gemeinsam soll ein Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichberechtigung gesetzt werden", teilte das Parlament mit.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung im Plenarsaal des Landtages stehen die Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, Ihrer Handlungen oder durch Denunziation verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. An ihr Schicksal und ihre Geschichten soll an diesem Tag im 80. Jahr des Kriegsendes in Europa mit Reden, Lesungen und Musik erinnert werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung, die um 10.30 Uhr beginnt, wird im Innenhof des Landtages "als symbolische Geste der Solidarität und Unterstützung für eine gerechte und vielfältige Gesellschaft" die Regenbogenfahne gehisst. Zur Teilnahme an der Veranstaltung ist auf Grund der begrenzten Platzkapazitäten eine Online-Anmeldung erforderlich.

Weitere Gedenkveranstaltungen zum 8. Mai

Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai hat Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) dazu aufgerufen, die Befreiung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. "Der 8. Mai soll ein Tag des Gedenkens und der Versöhnung sein – und ist zugleich ein Tag der Mahnung", sagte Liedtke der Deutschen Presse-Agentur. "Der Landtag Brandenburg trägt dem mit einer Gedenkfeier am 8. Mai Rechnung, bei der nicht Nationen oder Staaten im Mittelpunkt stehen sollen, sondern die Menschen und die Kraft der Befreiung."

In den kommenden Tagen sind mehrere Gedenkveranstaltungen zur Befreiung vom Faschismus in Brandenburg geplant. Dabei stehen die Gedenkstätten Sachsenhausen, Ravensbrück und Belower Wald im Fokus. Der Landtag erinnert mit einer Gedenkfeier im Paulikloster in Brandenburg an der Havel an die Befreiung vom Nationalsozialismus. In Sachsenhausen am 4. Mai und in Brandenburg an der Havel am 8. Mai wird auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erwartet.

Gedenken an die queeren NS-Opfer

Darüber hinaus finden mehrere kleinere Gedenkveranstaltungen für die queeren NS-Opfer statt. So wird am 4. Mai in Ravensbrück ab 12.30 Uhr an die verfolgten lesbischen Frauen und Mädchen erinnert. In Sachsenhausen ist um 14.30 Uhr ein stilles Gedenken an die queeren Menschen im Nationalsozialismus geplant.

Am 5. Mai um 10 Uhr wird am Gedenkort KZ Außenlager Klinkerwerk Oranienburg an eine Mordaktion gegen Homosexuelle erinnert, die mehrere Monate andauerte. Bis zum September 1942 wurden bei der "Aktion Klinker" etwa 200 Häftlinge von der SS getötet – durch sadistische Misshandlungen und absichtlich herbeigeführte Unfälle oder durch Erschießung "auf der Flucht". (mize/dpa)

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