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Eurovision Song Contest

ESC-Kommentator ist "zuversichtlich" für Deutschland

Deutschlands Eurovision-Beitrag "Baller" von Abor & Tynna gehört für ARD-Kommentator Thorsten Schorn "zu den modernsten" des diesjährigen Wettbewerbs. Der schwule Moderator wurde 2024 Nachfolger von Peter Urban.


Thorsten Schorn outete sich im Januar 2014 live im Radio als schwul (Bild: IMAGO / Horst Galuschka)
  • 10. Mai 2025, 14:43h 2 Min.

ARD-Kommentator Thorsten Schorn ist zuversichtlich, dass Deutschlands Beitrag "Baller" beim Eurovision Song Contest großen Anklang findet. "Wenn ich mir anschaue, wie das Lied in den viralen Charts nach oben geschossen ist, dann stimmt mich das optimistisch", sagte der 49-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Er höre "Baller" auch oft in den jungen Radio-Programmen. "Wenn ich auf das Teilnehmerfeld schaue, dann gehört der Song ganz klar zu den modernsten."

Deutschland tritt beim ESC-Finale in der Schweiz am 17. Mai mit dem Pop-Duo Abor & Tynna an, das maßgeblich von Moderator Stefan Raab mit ausgewählt wurde (queer.de berichtete). Das Lied der Geschwister ("Baller") ist eine deutschsprachige, elektrolastige Pop-Nummer mit einem markanten Refrain ("Ich ballalalalalalaler Löcher in die Nacht"). Mentor Raab hat den ESC-Sieg zum Ziel erklärt.

Ein bisschen wie Nina Chuba und Ski Aggu

Dennoch gibt es auch Zweifel, ob es wirklich für ganz oben reichen kann. Deutschland hat beim ESC in den vergangenen Jahren eine beträchtliche Zahl von Tiefschlägen einstecken müssen. Seit 2015 hagelte es letzte oder vorletzte Plätze. Lichtblicke waren nur Michael Schulte im Jahr 2018 (4. Platz) und im vergangenen Jahr der Sänger Isaak (12. Platz).

Schorn verbreitet dennoch Optimismus mit Blick auf den Song "Baller". "Er repräsentiert auch hervorragend die Art Musik, die bei uns gerade sehr angesagt ist, etwa von Nina Chuba oder Ski Aggu", sagte der Kölner Moderator. "Und das finde ich gut, wenn beim ESC jedes Land eine eigene musikalische Facette mitbringt, etwas – wenn man so will – Folkloristisches. Das macht den Reiz doch aus, zu sehen, wie Europa gerade musikalisch tickt." Natürlich sei Musik aber auch immer Geschmackssache, ergänzte er.

Nachfolger von Peter Urban

Schorn hat im vergangenen Jahr die Nachfolge der Kommentatoren-Legende Peter Urban angetreten (queer.de berichtete). Bekannt wurde er unter anderem als Reporter bei "stern TV" (RTL) und als Stimme der Vox-Styling-Show "Shopping Queen".

"Nach dem letzten ESC haben mich Menschen auf der Straße angesprochen und sich einfach nur für einen schönen Abend bedankt", berichtete er. "Ich will nicht wissen, was erst los ist, wenn wir mal wieder gewinnen."

Bereits beim ESC 2011 in Düsseldorf 2011 war Schorn als Außenreporter im Einsatz. Als sich vor elf Jahren der frühere Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger nach seiner Karriere als homosexuell outete, machte Schorn das im Januar 2014 auch live im Radio. Am Ende seiner Sendung sagte er: "Ich bin Thorsten Schorn und schwul und tschüss" (queer.de berichtete). (cw/dpa)

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