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Sie schrieb Nummer auf Autogrammkarte
Von Marlene Dietrich angeflirtet? Freddy Quinn berichtet von Begegnung
- 22. Mai 2025, 11:17h 2 Min.

Der Österreicher Freddy Quinn wurde durch seine Musik zum Ehren-Hamburger (Bild: Heinrich Klaffs / wikipedia)
Im Laufe seiner Karriere hat der österreichische Schlagerstar und ESC-Teilnehmer Freddy Quinn (93) zahlreiche Stars getroffen. In seiner am Donnerstag erschienen Autobiografie "Wie es wirklich war" (Amazon-Affiliate-Link ) blickt er auf viele dieser Begegnungen zurück – darunter ein besonderer Auftritt mit der bisexuellen Ikone Marlene Dietrich (1901-1992), der ihm unvergessen blieb.
"Einmal, nur einmal, hatte ich die Ehre, bei einem Konzert mit Marlene Dietrich aufzutreten. Das war schon in den 1960ern in Scheveningen, sogar das niederländische Königshaus war vertreten, eine große Gala", erinnert sich der "Junge, komm bald wieder"-Interpret. "Marlene Dietrich war ja deutlich älter als ich und galt schon damals als nicht ganz einfach." Wenn er sich richtig erinnere, habe sie für sich allein die Hälfte der Probenzeit reserviert, obwohl Dutzende Künstler*innen auftreten sollten. "Damit hat sie sich natürlich nicht nur Freunde gemacht." Alle seien "ein bisschen genervt von den Extrawürsten" gewesen, die Marlene Dietrich erhielt. Jazz-Sängerin Sarah Vaughan habe dann auf der Bühne ungeplant den Song "I Can't Give You Anything But Love" zum Besten gegeben. "Zack! Genau das Lied, das Marlene Dietrich als Finale singen wollte. Was haben wir gelacht. Aber nicht zu laut. Es war immerhin Marlene Dietrich."
Er habe es dennoch gewagt, den großen Filmstar anzusprechen und höflich um ein Autogramm zu bitten. "Sie war freundlich, wir haben uns kurz unterhalten, und sie kritzelte etwas auf ihre Autogrammkarte. Erst später sah ich, dass sie dort eine Nummer notierte." Er habe "keinen Schimmer", ob es sich dabei um ihre echte Telefonnummer gehandelt hat. "Ich habe mir jedenfalls eingeredet, dass die große Marlene Dietrich vielleicht ein bisschen an mir interessiert gewesen ist."
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In seiner Autobiografie "Wie es wirklich war", die in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Daniel Böcking entstanden ist, blickt Freddy Quinn auf sein Leben zurück und rückt einige Schilderungen aus der 1960 erschienenen Biografie gerade, die sein Produzent geschrieben hatte. So betont er, dass er seinen Vater entgegen früherer Darstellungen nie kennengelernt habe. Er schildert den Sprung ins Rampenlicht, seine große Karriere und seine zwei großen Lieben. Nachdem seine erste Ehefrau Lilli Blessmann verstorben war, heiratete er 2023 im Alter von 91 Jahren ein zweites Mal und genießt nun bei Hamburg den Ruhestand mit seiner Rosi. (spot/cw)














