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USA
Homophober "Duck Dynasty"-Star Phil Robertson ist tot
Der amerikanische Reality-TV-Star Phil Robertson ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Der Trump-Anhänger war ein Symbol erzkonservativer US-Werte – queere Menschen hatten in seiner Welt keinen Platz.

Phil Robertson bei einem Auftritt der rechten Conservative Political Action Conference im Jahr 2015 (Bild: IMAGO / MediaPunch)
- 26. Mai 2025, 08:19h 2 Min.
Der wegen seiner Homosexuellenfeindlichkeit berüchtigte "Duck Dynasty"- Star Phil Robertson ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Erst im Dezember war seine Alzheimer-Erkrankung bekannt geworden. Die Familie des Reality-Stars teilte die Nachricht am Sonntag in verschiedenen Social-Media-Postings mit. Sein Sohn Jase postete auf X (früher Twitter) einen Nachruf: "Mein Vater ist heute zum Herrn gegangen! Wir werden ihn vermissen, aber wir wissen, dass er in guten Händen ist und unserer Familie geht es gut, denn Gott ist sehr gut! Wir werden ihn wiedersehen!"
/ JaseDuckmanMy dad has gone to be with the Lord today! He will be missed but we know he is in good hands, and our family is good because God is very good! We will see him again! #PhilRobertson #Jesus
Jase Robertson (@JaseDuckman) May 26, 2025
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Phil Robertsons Alzheimer-Diagnose wurde erstmals am 6. Dezember in einer Folge des Podcasts "Unashamed with the Robertson Family" veröffentlicht. Damals erklärte Jase, dass sich die Alzheimer-Krankheit seines Vaters "beschleunigt hat und Probleme mit seinem gesamten Körper verursacht". Er fügte hinzu: "Ihm geht es einfach nicht gut. Er hat wirklich zu kämpfen."
Die Reality-Serie "Duck Dynasty" begleitete Mitglieder der Familie Robertson – darunter Phil und seine Frau Kay Robertson, drei ihrer Söhne Jase, Willie und Jep sowie mehrere Enkel – bei ihrer gemeinsamen Arbeit im Familienunternehmen Duck Commander. Phil Robertson hatte die Firma zu einem inzwischen patentierten Entenlocker 1972 gegründet. Die Serie, die auf dem amerikanischen Privatsender A&E ausgestrahlt wurde, endete 2017 nach elf Staffeln.
Robertson machte sich mit queerfeindlichen und rassistischen Äußerungen einen Namen
Wegen der erzkonservativen Ansichten, die der Familienclan verbreitete, war die Serie insbesondere unter Republikaner*innen beliebt. Zu den Fans gehörten unter anderem die frühere Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin. Immer wieder wurden Äußerungen des Familien-Patriarchen als menschenverachtend kritisiert, dieser wurde deshalb 2013 auch kurzzeitig vom Sender suspendiert. Er erklärte etwa, dass Homosexualität eine Vorstufe zu Tier-Sex sei oder dass muslimische oder chinesische Personen vom Teufel kontrolliert werden würden.
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Robertson war auch ein langjähriger Anhänger von Donald Trump. Wie viele seine Familienabgehörigen trat auch er wiederholt bei Trump-Wahlkampfveranstaltungen auf.
/ bennyjohnsonPhil Robertson has gone to be with the Lord at 79.
Benny Johnson (@bennyjohnson) May 26, 2025
Heres his 7 second Trump Tally speech.
Legends never die pic.twitter.com/Fz4CQVSQdp
Viele Trump-Konservative zeigten sich über den Tod Robertsons schockiert und würdigten ihn als "gottesfürchtigen Patrioten" und "großartigen Amerikaner". Sarah Huckabee Sanders, die queerfeindliche Gouverneurin von Arkansas, erklärte etwa: "Phil Robertson war ein lebendes Beispiel dafür, was Gott un unserem Leben tun kann, wenn wir Ihm folgen."
/ SarahHuckabeePhil Robertson was a living example of what God can do in all of our lives if we follow Him. He was a bright light for the world to see. Bryan and I are praying for the whole Robertson crew tonight. https://t.co/HGlRGYOKDT
Sarah Huckabee Sanders (@SarahHuckabee) May 26, 2025
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Es gab von Robertsons Show verschiedene Spin-offs – und damit ist es auch heute noch nicht vorbei: Im Sommer soll "Duck Dynasty: The Revival" Premiere feiern. (spot/cw)













