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1.080 Solarmodule
FC St. Pauli erhält weltweit erste Regenbogen-Solaranlage
Jetzt wird's richtig bunt am Millerntor: In der nächsten Saison wird ein großer Teil des Stadiondachs in Regenbogenfarben erstrahlen – und nebenher noch grüner Strom erzeugt.

So soll das Millerntor-Stadion in der nächsten Saison ausschauen (Bild: LichtBlick SE)
- 27. Mai 2025, 08:40h 2 Min.
Zum Deutschen Diversity-Tag am heutigen Dienstag wollen der Fußballverein FC St. Pauli und der Ökostromanbieter LichtBlick ein weithin sichtbares Zeichen für Vielfalt setzen: Die beiden Unternehmen gaben deshalb bekannt, dass auf dem Dach der Nordtribüne des Millerntor-Stadions in der Sommerpause die nach eigenen Angaben weltweit erste Solaranlage in Regenbogenfarben entsteht. In diesem Stadion trägt die Männermannschaft des der Fußball-Erstligisten ihre Spiele aus.
Mit dem Projekt wollen der Verein und die Stromfirma zeigen, "wie neue Energietechnologien durch kreative Ansätze mehr Sichtbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen können". Für die täglich Tausenden Besucher*innen des benachbarten Bunker-Dachgartens werde die Installation zu einem weithin sichtbaren Symbol, das für eine offene Gesellschaft und für erneuerbare Energien wirbt.
Zur neuen Saison soll die Anlage bereits betriebsbereit sein. Insgesamt sollen 1.080 Solarmodule in den Farben des Regenbogens verbaut werden, was durch farbige Laminierung möglich wird. Die Anlage misst 1.800 Quadratmeter und wird jährlich etwa 285.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Stromverbrauch von 80 Mehrfamilienhaushalten pro Jahr und spart rund 135 Tonnen Kohlendioxid ein.
"Innovation nicht nur eine Frage von Effizienz"
"Vielfalt, Klimaschutz und gesellschaftliche Verantwortung gehören für uns untrennbar zusammen", erklärte Lichtblick-Chef Marc Wallraff. "Gemeinsam mit dem FC St. Pauli machen wir das am Millerntor sichtbar. Derartige Projekte zeigten, "dass Innovation nicht nur eine Frage von Effizienz ist, sondern auch ein Weg, um Menschen zu erreichen und für nachhaltige Lösungen zu begeistern".
Der 1910 gegründete FC St. Pauli gehört zu den alternativsten Vereinen im Profifußball und setzt sich seit Jahren gegen Queerfeindlichkeit ein. Zwischen 2003 und 2010 war der offen schwule Theatermacher und LGBTI-Aktivist Corny Littmann Präsident des Vereins (queer.de berichtete). (cw)













