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Kommentare zu:
CSD Hamburg keine Politdemo?


#1 SvenAnonym
  • 09.08.2006, 15:52h
  • Naja, unrecht hat der Mann ja nicht.
    Ich war da und könnte auch nicht sagen, was konkret die politische Aussage genau dieses CSDs war.

    Aber dennoch ist der CSD eine politische Demonstration.
    Schwule, Lesben, Transgender u.a. gehen auf die Straße, um für ihre bzw. gleiche Rechte zu streiten.
    Die politische Botschaft ist also ganz einfach: Öffnung der Ehe, Ende der Verstümmenlung von Zweigeschlechtlichen, Anerkennung des wahren Geschlechts bei Transsexuellen usw.

    Eigentlich Schade, dass der Mann vom Steuerzahlerbund keine Ahnung von der Situation im eigenen Land hat!
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#2 ACopAnonym
  • 09.08.2006, 16:07h
  • tja es weht ein neuer Wind in Hamburg. Dass die CSD-
    Besucher in Hamburg deutlich mehr Geld lassen, als sie
    Kosten verursachen, verschweigt Herr Kulemann.

    Auch das traditionelle Ledertreffen bekommt ihr Fett weg -
    keine "Schwuchtel-Party" mehr auf der Cap Sandiego - am
    besten wäre es doch, wenn wir Schwule unser Geld an der
    Stadtgrenze abgeben würden und dann leise und unauffällig
    wieder die Heimreise antreten..

    oder anders gesagt, wer braucht so Hamburg noch?
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#3 SaschaAnonym
  • 09.08.2006, 17:14h
  • Falls es noch niemand bemerkt hat:

    Die reaktionären Kräfte sind in diesem Lande wieder auf dem Vormarsch.

    Wen wundert es angesichts der politischen Verhältnisse und der geradezu Himmel schreienden Abwesenheit klarer politischer Alternativen???
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#4 StefanAnonym
  • 09.08.2006, 17:21h
  • Vielen Dank auch an unseren schwulen ersten Bürgermeister, der hierzu natürlich wieder überhauptnichts zu sagen hat und stattdessen kürzt wo es weh tut.
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#5 JoernAnonym
  • 09.08.2006, 18:29h
  • Hätte dieser sogenannte Herr Kulemann sich einemal die Mühe gemacht, den CSD während der Parade zu besuchen, hätte er durchaus feststellen können, dass es sich durchaus um eine politische Demostration gehandelt hat. Stattdessen spielt er im Nachhinein das "schlechte Gewissen aus dem Hintergund" auf Kosten der Homos, da diese ja leicht zu dissen sind und homophobe Aüßerungen immer eine gute Presse machen. Leider hat Herr Kulemann nicht berücksichtigt, dass die meisten der auf dem CSD anwesenden Schwulen und Lesben AUCH zu den Steuerzahlern gehören, die er ja angeblich vertreten möchte.

    für homophobe
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#6 JoernAnonym
  • 09.08.2006, 18:34h
  • und noch was: Dass sich uns Ole mal wieder aus allem raushält ist doch typisch. Hamburgs Ober-Schwuli hält es ja auch nicht für nötig, während des CSDs eine Regenbogenflagge an seinem Rathaus zu hissen.

    Lieber Ole, nimm Dir mal ein Beispiel an deinem Kollegen Klausi aus Berlin. Der hat die Flagge am Berliner Rathaus noch persönlich gehisst und sogar noch eine prima Rede gehalten. SO verhält man sich gegenüber seinesgleichen, Du Verräter!
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#7 stephan
  • 09.08.2006, 19:23h
  • Was für eine eigenartige Idee überhaupt! Der CSD - keine Demonstration? Nur weil am Rande jedes CSD auch gefeiert wird, Preisverleihungen standfinden und vieles andere?
    Wer wollte die rechtliche Benachteiligung der Schwulen und Lesben bestreiten? Wer wollte sagen, dass die (im Vorfeld der WM so heiß diskutierten) No-Go-Areas in Deutschland gerade auch für uns ungefährlich sind? ...
    Gerade an dieser Stelle mit den Einsparungen anfangen zu wollen, kann ja wohl nur ein übler Scherz sein! In einer Gesellschaft, in der nicht einmal der Bürgermeister zu seinem Anders-Sein sich zu stehen getraut, ist offensichtlich noch vieles im Argen und die Demo zum CSD besonders wichtig!
    Und wenn wir einmal - in ferner Zukunft - gleichberechtigt sein sollten, d.h. unsere Beziehungen etc. ebenso akzeptiert sind, wie die Ehe, unsere gleichgeschlechtliche Liebe voll akzepziert, dann wird der CSD noch immer wichtig sein, als beständige Mahnung und Erinnerung an eine (zeitweise sogar blutige) Verfolgungsgeschichte homosexueller Menschen!
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#8 hwAnonym
  • 09.08.2006, 19:38h
  • ....ach...was sind schon unsere schnöden sorgen...bei all dem leid auf dieser welt..
    ..mir kullerten die tränen über diesen armen mann...:

    "...Ich sitze vor dem Fernseher und weine und bin nicht ich: ein Pazifist, der Daumen drückt bei einem Krieg!...."

    (hw.:zeigefinger am abzug einer uzi geht halt nicht, er wurde sich sein interieur demolieren)

    Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse veröffentlichte zuletzt den Roman ,,Die Vertreibung aus der Hölle‘‘ und die Frankfurter Poetikvorlesungen ,,Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung‘‘ (beide bei Suhrkamp).
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#9 hwAnonym
  • 09.08.2006, 19:56h
  • ..ach so, tja ähm, was ich eigentlich sagen wollte, wenn so was, wie der menasse in der süddeutschen als kultur durchgeht, müsste ein csd, auch wenn er überhaupt gar gar gar nichts will, als politisches manifest durchgehen...die sollten dankbar sein um die neoliberale polit-folklore...
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#10 antosAnonym
#11 manni2Anonym
  • 09.08.2006, 20:15h
  • Wer hoert schon auf den strafenden Zeigefinger des Steuerzahlerbundes...keiner und schon garnicht unsere Regierung. Und auf den Papst Benny hoert auch keiner...zum GLUECK.

    PS: CSD ist und bleibt eine politische Demonstartion
    trotz Jubet Trubel und Heiterkeit!!!
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#12 seb1983
  • 09.08.2006, 21:00h
  • Genau die Diskussion hatte ich letztes Jahr nach dem CSD in Frankfurt mit ein paar Freunden.
    Auf der Heimfahrt kamen plötzlich Fragen auf wie: habt ihr politische Vorderungen an den Umzugswagen gesehen oder wie ich auch nur Werbung? Hat jemand das CSD Motto irgendwo gesehen? Außer einer sehr interessanten Diskussion mit einer lesbischen Polizistin an derem Infostand hatte die Veranstaltung für mich keinen besonderen informativen Charakter.... Dank überteurtem Bier ist man wenigstens nüchtern geblieben......

    Letzten Endes geht ein CSD wohl als politische Demo durch ja, aber der Demo Charakter ist (leider) ganz ganz schwer in den Hintergrund gerückt.

    Inzwischen ist CSD zu einer Art schwuler Love Parade mit Claudia Roth und Volker Beck als Gastredner verkommen.
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#13 antosAnonym
  • 09.08.2006, 21:03h
  • Ähm, ACop:

    "Dass die CSD-Besucher in Hamburg deutlich mehr Geld lassen, als sie Kosten verursachen, verschweigt Herr Kulemann."

    Heißt das jetzt, dass Du meinst, der CSD wäre eine politische Demonstration?
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#14 StefanAnonym
  • 09.08.2006, 22:04h
  • Darf ich denn im Umkehrschluss jetzt davon ausgehen, dass bei Bundesliga-Fußballspielen Vereine / DFB / DFL oder wasauchimmer die Kosten für sämtliche Polizeieinsätze und Säuberungsmaßnahmen übernehmen??
    ...Also wie auch schon bei der WM?!? :-D
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#15 bastian1983wueAnonym
  • 09.08.2006, 22:23h
  • Ui ui ui... Hier weht ja mal wieder ein rauher Gegenwind gegen eine bösen schwulen Bürgermeister der auch noch bei dieser bösen Partei ist, die in Bayern noch viel böser ist...

    Vielleicht will Herr von Beust nicht zu dieser bunten Papgeien-Veranstaltung und lebt lieber als "ganz normaler" Schwuler. Klar ist der CSD wichtig und klar hat das auch was mit einer politischen Message zu tun... Aber lasst die Kirche mal im Dorf - wenn man die Besucher fragt, wird keiner zur Antwort geben: "Ich komme hier aus politischem Engagement und nur zum Demonstrieren!" Also da steckt schon ein Großteil Spass, Fun und Party dahinter... und ich denke da sind auch die Bedenken des "Bundes der Steuerzahler" zu verstehen...

    Aber denken ist bekanntlich ja manchmal auch glückssache...
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#16 hwAnonym
  • 09.08.2006, 23:09h
  • @ stefan

    ..natürlich nicht. diese veranstaltungen sind
    hochpolitisch. ~~~brot & spiele~~~
    testosteron-handling für arbeitswochen-frustrierte.

    wenn wir spiele wollen, gibt´s ein grienen oder winke winke vom motivwägelchen und
    ein getätschel für die jeweilige befindlichkeit. auch mal ein paar metropolen-obs (nicht die tampons, die bürgermeisters).

    auch zu diesem komplex empfiehlt sich nach wie vor "das leben des brian".
    "..auf ten Poden mit Ole, den pösen Chelm.."
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#17 nqAnonym
  • 09.08.2006, 23:35h
  • seltsam, der schwule ole hisst keine regenbogenfahnen zum csd.
    der heterosexuelle ude in münchen schon. welche stadt ist liberaler? soviel zum thema vorurteile gegen bayern.
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#18 JoernAnonym
#19 StefanAnonym
#20 FloAnonym
  • 10.08.2006, 13:27h
  • Also mir ist bei CSDs auch zu wenig Politik und zu wenig Demo. Bei den meisten geht es nur noch um Feiern und Sexpartnersuche.

    Dabei gäbe es noch so viel zu erreichen und soviel wo wir diskriminiert werden (z.B. nur eine Ehe 2. Klasse mit eingeschränkten Rechten statt Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare)!

    Dennoch glaube ich, dass es größere Steuerverschwendungen gibt als die Straßenreinigung nach einem CSD. (Das Beispiel WM wurde ja schon genannt. Auch sonst gibt es zahlreiche Beispiele aus Wirtschaft und Verwaltung.)
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#21 JoernAnonym
  • 11.08.2006, 12:46h
  • Offener Brief zum Christopher Street Day in Hamburg

    Sehr geehrter Herr von Beust,
    lieber Ole,

    Bezug nehmend auf den letzten Christopher Street Day vom 4. bis 6. August d. J. in Hamburg möchte ich hiermit meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen, dass der Hamburger Senat und insbesondere Sie als regierender Bürgermeister in Vertretung der Stadt Hamburg, es nicht für notwendig befunden haben, anlässlich dieser Demonstration Ihre Solidarität mit der homosexuellen Bevölkerung Hamburgs kund zu tun.

    In vergleichbaren Städten wie Berlin und sogar München wird inzwischen mit unvoreingenommener Akzeptanz die symbolische Regenbogenflagge an den Rathäusern gehisst, um den schwulen und lesbischen Bürgern Respekt zu zollen und diese wertzuschätzen. Im Rahmen der Berliner Kundgebung am 22. Juli war es sogar dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Herrn Klaus Wowereit, möglich, die Community in einer gelungenen Ansprache zu würdigen.

    Die Missachtung des Christopher Street Days durch den Hamburger Senat kann von mir somit nur als mangelnde Akzeptanz angesehen werden, die den Grundsätzen der Stadt Hamburg, wie Freiheit und Offenheit widerspricht.

    Des Weiteren hätte ich bezüglich der vom Bund der Steuerzahler entfachten Diskussion zur politischen Relevanz des CSD eine Stellungnahme Ihrerseits erwartet, in welcher Sie dessen Hintergrund als politische Demonstration explizit herausstellen.
    Die Übernahme der Kosten für Stadtreinigung und Polizei durch die Stadt Hamburg sollte bei einem Anteil von mindestens 100.000 homosexuellen Steuerzahlern meines Erachtens nach selbstverständlich sein, meinen Sie nicht auch?

    Mit herzlichem Gruß
    Joern B.
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#22 martinAnonym
  • 11.08.2006, 13:41h
  • in münchen hält der regierende bürgermeister ude (hetero) seit jahren eine ansprache zur kundgebung und seit ein paar jahren findet die anschließende offiziele party zum csd im rathaus statt. äußerst peinlich für hamburg, wenn die ach so konservativen bayern der obersten klemmschwester in hamburg zeigen müssen wie man diesen tag unverkrampft angeht.
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