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Sachbuch
Michaela Dudley: Essays über Rassismus
In ihrem neuen Buch "Race Relations" führt die Berliner Queerfeministin Michaela Dudley die Lesenden auf eine eindrucksvolle Reise, die die verschiedenen Facetten und Strukturen von Rassismus beleuchtet.

Michaela Dudley, Berliner Queerfeministin mit afroamerikanischen Wurzeln, ist Journalistin, Kabarettistin, Keynote-Rednerin und Juristin (Bild: Carolin Windel)
- 29. Mai 2025, 07:07h 3 Min.
"Die Entmenschlichung fängt mit dem Wort an, die Emanzipierung aber auch", erklärt Michaela Dudley. In ihrem Buch führt sie die Lesenden auf eine eindrucksvolle Reise, die die verschiedenen Facetten und Strukturen von Rassismus beleuchtet. Dabei wirft sie einen scharfsinnigen Blick auf die komplexen Auswirkungen dieser Strukturen sowohl auf die Opfer als auch auf die Täter und stellt die Frage, wie Sprache die gesellschaftliche Realität prägt.
Dudley geht auf verschiedene bedeutende Themen ein, die sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart betreffen. Sie beleuchtet die "MAGA-Sucht" der US-Republikaner, die die politische Landschaft der USA verändert hat, und setzt sich kritisch mit der Präsidentschaftskandidatur von Kamala Harris auseinander. Ebenso widmet sie sich der brutal gewaltsamen Tötung von George Floyd, die weltweit Proteste auslöste, und zieht eine Verbindung zu den anhaltenden sozialen und politischen Auswirkungen. Doch nicht nur aktuelle Themen werden behandelt. Dudley blickt auch zurück auf Deutschlands Kolonialgeschichte in Afrika und auf das Duell zwischen dem Sprinter Jesse Owens und der nationalsozialistischen Propaganda, das im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 in Berlin zur weltweiten Symbolik wurde.
Dialog über soziale Gerechtigkeit

"Race Relations: Essays über Rassismus" ist als Taschenbuch und E-Book erschienen
Inmitten eines wiedererstarkenden Antisemitismus erinnert Dudley an die historische Solidarität zwischen Schwarzen und Jüdinnen und Juden der vergangenen Jahrzehnten. Sie betont, wie wichtig es ist, diese Allianz zu würdigen und zu stärken, besonders in einer Zeit, in der der Kampf gegen Diskriminierung und Ungleichheit noch immer nicht gewonnen ist. Ihre Stimme im öffentlichen Diskurs ist klar, herausfordernd und notwendig, um den Dialog über soziale Gerechtigkeit weiterzuführen.
Die Autorin, Jahrgang 1961, ist eine Berliner Kolumnistin, Kabarettistin, Queerfeministin und Juristin mit afroamerikanischen Wurzeln. Aufgewachsen während der "Jim-Crow"-Ära in den USA, bringt sie eine einzigartige Perspektive in ihre Arbeit ein. Ihre intersektionale Sichtweise, kombiniert mit persönlichen Erfahrungen, ermöglicht es ihr, die vielschichtigen Realitäten von Rassismus und Diskriminierung sowohl aus historischer als auch aus persönlicher Sicht zu vermitteln.
Wir, die vom Rassismus unmittelbar betroffen sind, befinden uns tagtäglich auf einem Parcours, der uns nicht nur physisch, sondern auch psychisch zermürbt. Sprengen wir hier die Ketten, sollten wir da über die Klinge springen. Die Ziellinie wird stets in weite Ferne gerückt, immer mehr Hindernisse werden aufgestellt. Und wer nicht mehr atmen kann, bleibt ohnehin auf der Strecke.
"Race Relations: Essays über Rassismus" ist jetzt im Leipziger Orlanda Verlag in der Reihe "schwarz bewegt" als 278 Seiten starkes Taschenbuch für 20 Euro sowie als E-Book für 15,99 Euro erschienen. Eine Leseprobe gibt es auf amazon.de (Amazon-Affiliate-Link ). (dd/pm)
Dr. Michaela Dudley: Race Relations: Essays über Rassismus. Reihe: schwarz bewegt. Sachbuch. 278 Seiten. Orlanda Verlag. Leipzig 2025. Taschenbuch: 20 € (ISBN 978-3-949545-75-7), E-Book: 15,99 €
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