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Zaur Gurzijew
Bombe von Online-Date tötete offenbar den "Bomber von Mariupol"
Zaur Gurzijew wollte offenbar gerade einen Mann zu einem Tête-à-Tête treffen, als er aus dem Leben gerissen wurde.

Zaur Gurzijew ist mit militärischen Ehren beerdigt worden (Bild: IMAGO / ITAR-TASS)
- 2. Juni 2025, 14:32h 2 Min.
Der russische Luftkriegskommandeur Zaur Gurzijew ist in der Nacht zum Donnerstag in der südrussischen Stad Stawropol getötet worden, als er offenbar gerade einen Mann zu einem Online-Date treffen wollte. Das berichtet der russische Geheimdienstblog "VchK-OGPU".
Auf X kursierende Videos sollen den Tod des 33-Jährigen zeigen – dabei ist zu sehen, wie ein junger Mann auf einen anderen zugeht, dann kommt es zu einer Explosion, der beiden das Leben kostet. Laut den russischen Behörden soll es sich um einen Terroranschlag handeln, für den die Ukraine verantwortlich sein könnte. Die Ukraine hat sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert.
Laut "VchK-OGPU" soll Gurzijew den anderen Mann über eine schwule Dating-Plattform kennengelernt haben und sich in der Nähe seines Hauses mit ihm verabredet haben. Der Unbekannte habe dabei den Sprengsatz ohne sein Wissen bei sich getragen. Er soll angeblich angeworben worden sein, um belastendes Material gegen den 33-Jährigen zu sammeln. Dabei sei ihm eine Kamera überreicht worden, die ohne sein Wissen zu einer Bombe umgebaut worden sei.
Die russische Nachrichtenagentur Tass meldete, dass ein 29-Jähriger als Tatverdächtiger festgenommen worden sei. Gegen ihn werde wegen Terrorverdachts, Mordes und illegalen Waffenbesitzes ermittelt.
Gurzijew ließ Krankenhäuser und Wohnblöcke bombadieren
Gurzijew hatte im Frühjahr 2022 als Major die Luftangriffe auf die belagerte ukrainische Stadt Mariupol geleitet. Dabei wurden auch Krankenhäuser, Wohnblöcke und das Theater der Stadt bombadiert – mehr als 10.000 Menschen verloren ihr Leben. In der Ukraine galt er als Kriegsverbrecher, in Russland dagegen als Held. So wurde er zum Vize-Bürgermeister von Stawropol ernannt.
In den letzten Jahren ging Russland zunehmend gegen queere Menschen vor und drängte sie in den Untergrund, insbesondere seit Beginn von Moskaus Offensive in der Ukraine. Im vergangenen Jahr setzte der Kreml etwa die "LGBT-Bewegung" auf eine Liste verbotener extremistischer Gruppen (queer.de berichtete). Zuletzt wurden auch wieder Festnahmen wegen "LGBT-Propaganda" gemeldet (queer.de berichtete). (cw)















