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- 14. August 2006 2 Min.
London (queer.de) - Der Reggae-Sänger Beenie Man (bürgerlich: Anthony Moses Davis) hat in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "The Independent" behauptet, er sei nicht homophob. Der Jamaikaner durfte zuletzt in England nicht mehr auftreten, weil er in seinen Songs dazu aufgefordert hat, Homosexuelle zu töten (queer.de berichtete). "In Jamaika bedeutet 'gay' Vergewaltigung", rechtfertigt sich Beenie Man nun. "Das ist dann ein fetter Mann, der ins Getto geht und dieser Jungen aufsammelt, die nichts haben. Und dann gibt er ihnen Geld und vergreift sich an ihnen. Weißt du, es wurden 550 Jungs in Jamaika vergewaltigt!". Als er direkt gefragt wurde, ob es einen Unterschied zwischen Schwulen und Pädophilen gebe, antwortete der 33-Jährige: "Bei uns gibt es sowas wie in England nicht, dass zwei Männer zusammenleben." Seine Abneigung gegen Schwule und Lesben begründete er mit seinem Glauben: "Ich bin Rastafarian - und ich glaube an die Bibel. Ich weiß, dass - wenn ein Mann mit einem anderen Mann schläft - Leben aufhört zu existieren, weil sich Männer nicht vermehren können. Frauen können zusammen auch keine Kinder machen. Ich kämpfe aber nicht gegen schwules oder lesbisches Leben", versichert Beenie Man, schränkt aber gleich ein: "Als Mann will man nicht zwei Männer zusammen sehen, das findet man eklig." Seiner Meinung nach würden die Morde an Schwulenaktivisten in Jamaika von Ausländern aufgebläht. Er beschwerte sich ferner, dass Reggae-Sänger im Schussfeld stünden und nicht US-Rapper wie Eminem, die sich seiner Meinung nach ähnlich äußern würden. (dk)















Und was ist mit Heteropaaren, die auch keine Kinder kriegen wollen / können?
"Als Mann will man nicht zwei Männer zusammen sehen, das findet man eklig."
Und ich will in Europa keine Faschisten sehen, also sollte er nicht mehr nach Europa kommen, sondern sehen, wo er sein Geld verdient. Aber Geld nimmt er im sittenverfallenen Europa gerne an.
"Seiner Meinung nach würden die Morde an Schwulenaktivisten in Jamaika von Ausländern aufgebläht."
Aha, die Morde sind also gar nicht so dramatisch. Das ist alles nur "aufgebläht".
Mord bleibt Mord! Und darüber kann man gar nicht genug berichten.
"Er beschwerte sich ferner, dass Reggae-Sänger im Schussfeld stünden und nicht US-Rapper wie Eminem, die sich seiner Meinung nach ähnlich äußern würden. "
Erstens ist Eminem auch schon oft genug kritisiert worden und zweitens ist er nicht so drastisch wie die Reggae-Sänger.