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Angriff auf Fest für Vielfalt

Durchsuchungen nach Angriff in Bad Freienwalde

  • 19. Juni 2025, 10:13h 2 Min.

Symboldbild (Bild: Henning Schlottmann / wikipedia)

Nach dem gewaltsamen Angriff auf ein Fest für Vielfalt und gegen rechts in Bad Freienwalde (Kreis Märkisch-Oderland) ist die Polizei am Morgen mit Durchsuchungen gegen einen 21 Jahre alten Verdächtigen vorgegangen. Er sei durch Aussagen eines Augenzeugen in den Fokus der Ermittlungen gerückt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). Seine Wohnräume und die seiner Eltern seien am Morgen durchsucht worden.

Die Ermittler*­innen stellten Bekleidung und Mobilfunkgeräte sicher, wie die Sprecherin sagte. Der Verdächtige sei erkennungsdienstlich behandelt worden. Zu den Vorwürfen habe er sich nicht geäußert. Nach dpa-Informationen ist der Verdächtige der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen. Die Staatsanwaltschaft wollte dazu bislang keine Angaben machen. Auch zu den Orten der Durchsuchungen äußerte sich die Behörde nicht.

In Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) im östlichen Brandenburg war es am vergangenen Sonntag zu einem Angriff einer Gruppe teils Vermummter auf eine Kundgebung unter dem Motto "Für ein buntes Bad Freienwalde" gekommen (queer.de berichtete). Kurz vor Beginn der Veranstaltung wurden Teilnehmende, die laut Polizei zum Teil der queeren Community angehörten, attackiert. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sollen die Angreifer auch Schlagwerkzeuge oder Holzlatten dabeigehabt haben. Es wurden laut Polizei mindestens zwei Menschen leicht verletzt.

Anfang der Woche konnte der 21-Jährige identifiziert worden. Laut RBB soll er in Zusammenhang mit der rechtsextremen Kleinstpartei "Der Dritte Weg" stehen und bereits in der Vergangenheit durch Angriffe auf ähnliche Veranstaltungen aufgefallen sein (queer.de berichtete). Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt. (cw/dpa)

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