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- 23. Juni 2025, 12:38h 1 Min.

Christine Wunnicke (Bild: Monika Höfler)
Der Jean-Paul-Preis für ihr Lebenswerk geht in diesem Jahr an Christine Wunnicke. Das gab der bayerische Kunstminister Markus Blume am vergangenen Freitag in München bekannt. Er folgte mit dieser Entscheidung dem Vorschlag der Jury. Wunnicke hat mehrere bedeutende queere Romane veröffentlicht, darunter "Die Kunst der Bestimmung", "Missouri" und "Wachs".
"Christine Wunnicke ist keine Stimme unter vielen – sie ist eine Stimme für sich. Ihre Werke sind präzise, pointiert, so raffiniert wie elegant, ihr Ton lakonisch – und im besten Sinne unverwechselbar", erklärte Blume. "In brillanter Weise verbinden ihre Romane historische Tiefe mit literarischer Leichtigkeit – und schaffen daraus ein ganz eigenes Erzählen. Die Ausnahmeschriftstellerin hat ein ganz eigenes Format des Miniaturromans entwickelt, in dem sie oft entlegene historische Stoffe verarbeitet. Ihre Werke sind kurz in der Form, aber groß in der Wirkung – eine Stimme, die bleibt."
Der Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre, in diesem Jahr zum 22. Mal, verliehen. Die Preisverleihung findet am 11. Juli 2025 im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth statt. Unter den bisherigen Preisträger*innen waren Friedrich Dürrenmatt, Botho Strauß, Horst Bienek, Hermann Lenz, Günter de Bruyn, Brigitte Kronauer, Petra Morsbach, Gerhard Roth, Alexander Kluge und Nico Bleutge. (cw)
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