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- 16. August 2006 2 Min.
Toronto (queer.de) - Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat bei der internationalen Aids-Konferenz in Toronto das Präventionsprogramm seines Nachfolgers George W. Bush verteidigt. Die USA gäben weltweit mehr Geld für die Bekämpfung der Immunschwächekrankheit aus als jedes andere Land, so Clinton. Aids-Gruppen hatten die amerikanische Regierung kritisiert, weil ein Drittel der 15 Milliarden US-Dollar, die in fünf Jahren zur Verfügung gestellt werden, für Programme zu sexueller Enthaltsamkeit verwendet werden müssen. Clinton sagte, auch er sei der Ansicht, dass er die Propagierung von Abstinenz nichts bringe. "Die übrigen 70 Prozent sind aber immer noch ein Riesenbetrag. Das ist mehr Bundeshilfe als für jedes andere Programm", so der Ex-Präsident nach Angaben von "Reuters". Clinton kritisierte auch ein US-Gesetz, das die Förderung von der Ablehnung von Prostitution abhängig macht. Prostituierte seien auch Menschen und verdienten eine Chance, argumentierte Clinton.
Deutsche Bundesregierung: 400 Millionen Hilfe im Jahr
Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) versprach in einem Interview mit der "Welt", Hilfen für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit um ein Drittel zu steigern. "Wir werden die Mittel zur Bekämpfung von HIV/Aids ab dem kommenden Jahr um 100 auf dann jährlich 400 Millionen Euro erhöhen", so Wieczorek-Zeul. Sie lobte auch das Engagement von Stiftungen wie der von Bill Gates (queer.de berichtete). Allerdings kritisierte sie das mangelnde Engagement der deutschen Wirtschaft, das "zu wünschen übrig" lasse. (dk)















Und wieso wird nicht anstelle von 66,6 % die vollen 100 % investiert, statt ein Drittel in mittelalterliche Enthaltsamkeitsprogramme zu investieren, die an der Realität vorbeigehen.