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- 17. August 2006 1 Min.
Hamburg (queer.de) - Nach einer Kleinen Anfrage der Grün-Alternativen Liste (GAL) hat die Hamburger Justizbehörde bekanntgegeben, dass sie Neuankömmlinge in Gefängnissen nicht mehr schriftlich nach deren sexueller Orientierung befragt. Die grünen Abgeordneten Till Steffen und Farid Müller hatten das angeprangerte Formular als einen "Restbestand struktureller Diskriminierung" bezeichnet. Es fragt neben seelischen und geistigen Besodernheiten oder ansteckenden Krankheiten auch "gleichgeschlechtliche Neigungen" ab. Der Senat bestätigte zwar die Existenz des Formulars, die Antworten seien aber freiwillig und würden nicht dokumentiert. Justizsprecher Carsten Grote versprach unverzüglich eine Überarbeitung: "Derartige Formulare brauchen wir nicht", so Grote zur Tageszeitung "Die Welt". "Die entsprechenden Fragebögen ziehen wir aus dem Verkehr." Im vergangenen Monat sind bereits ähnliche Formulare in Berlin bekannt geworden. Auch in der Hauptstadt hatte die Justizsenatorin umgehend eine Änderung der Dokumente angekündigt (queer.de berichtete). (dk)














