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  • 3. Juli 2025, 12:38h 1 Min.

Hans-Thomas Tillschneider

Mit einer queer­feindlichen Hetzrede sorgte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag des Saaleskreises, Hans-Thomas Tillschneider, am Mittwochabend für einen Eklat. Die rechtsextreme Partei hatte den Antrag gestellt, Regenbogen­fahnen und Flaggen fremder Staaten an öffentlichen Gebäuden zu verbieten.

Die Fahne der LGBTI-Bewegung diene der Politisierung sexueller Neigungen, begründete Tillschneider laut "Mitteldeutscher Zeitung" (Bezahlartikel) den Antrag. "Ziel ist die Zerstörung der Gesellschaft", behauptete der AfD-Politiker, der auch Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt ist. "Wenn die Völker Europas überleben wollen, müssen sie die Vormacht des Regenbogens brechen." Die Mehrheit der anderen Fraktionen lehnte den AfD-Antrag geschlossen ab.

Tillschneider war bereits wiederholt mit queer­feindlichen Äußerungen aufgefallen. So behauptete er etwa, das "Regenbogen-Imperium" sei der Feind der "Normalen", oder erklärte, Aids-Kranke seien der Preis für ein "dekadentes Gesellschaftsmodell". Tillschneider hatte im Landtag mehrfach Anträge gegen die Akzeptanz queerer Menschen gestellt – teilweise ohne Landesbezug. Letztes Jahr ließ er das Parlament etwa über das Thema "Queere Propaganda spaltet – Olympia muss verbinden" diskutieren – und beendete seine Rede mit den Worten: "Gott ist mit uns. Gott ist mit der AfD!" (queer.de berichtete). Im März bezeichnete er die Regenbogen­fahne in einer Landtagsrede als "extremistisches Symbol", das "bei den meisten Menschen Abscheu" erzeuge (queer.de berichtete). (mize)

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