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- 3. Juli 2025, 15:35h 1 Min.
In Pakistan hat ein Mann seinen eigenen Sohn nach Angaben der Polizei vor Ort wegen regelmäßigen Umgangs mit transgeschlechtlichen Personen getötet. Der Vater habe die Tat und das Motiv gestanden, teilte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Der tragische Vorfall habe sich in der Millionenstadt Karatschi im Süden des Landes ereignet.
Der mutmaßliche Täter habe nach seiner Festnahme am Mittwoch mitgeteilt, dass er wütend auf seinen 21-jährigen Sohn gewesen sei, weil er entgegen seinen Anweisungen eine Freundschaft mit transgeschlechtlichen Menschen gepflegt habe. Zudem habe er ein sexuelles Verhältnis befürchtet.
Da er sich um den Ruf seiner Familie gesorgt habe, sei er schließlich zur Tat geschritten. Nach Angaben des Polizeisprechers verpasste der Vater laut eigener Aussage dem jungen Mann zunächst Elektroschläge und schlug ihn mehrfach mit einer Schaufel, was schließlich zum Tod des Opfers geführt habe.
In Pakistan leben transgeschlechtliche Menschen oft am Rande der Gesellschaft, auch wenn das Gesetz eine Diskriminierung verbietet. Sie sind nicht nur Belästigungen ausgesetzt, sondern werden immer wieder auch Opfer von Tötungsdelikten und Verschleppungen. Im Jahr 2022 rief das südasiatische Land eine Telefon-Hotline ins Leben, bei der sich transgeschlechtliche Menschen im Falle einer Belästigung melden können. (dpa/cw)
















