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Wahl im November 2028
Demokraten wünschen sich Buttigieg als US-Präsidenten
Bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl ist es zwar noch dreieinhalb Jahre hin. In einer Umfrage führt nun aber ein Schwuler das Feld der Demokraten an.

Wird Pete Buttigieg – hier bei einem sogenannten Town Hall Meeting in Mai diesen Jahres – der 48. Präsident der Vereinigten Staaten? (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
- 3. Juli 2025, 16:47h 2 Min.
Der offen schwule Politiker Pete Buttigieg führt eine Umfrage der möglichen US-Präsidentschaftskandidat*innen der demokratischen Partei an – wenn auch knapp. Demnach stimmten in einer Befragung des Emerson College 16 Prozent der Personen mit demokratischem Parteibuch, die sich an Vorwahlen beteiligen, für den 43-jährigen früheren Verkehrsminister Pete Buttigieg als nächsten Präsidentschaftskandidaten der Partei.
Dahinter folgen die 2024 unterlegene Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris (13 Prozent), der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom (zwölf Prozent) sowie die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und der Pennsylvania-Gouverneur Josh Shapiro (je sieben Prozent). US-Senator Bernie Sanders, der bereits mehrfach die demokratischen Vorwahlen aufgewirbelt hatte, liegt bei fünf Prozent. 23 Prozent der Befragten konnten keinen Favoriten oder Favoritin nennen.

Eine echte Führung für Buttigieg bedeutet dieses Ergebnis nicht: Die Fehlertoleranz der Umfrage ist mit plus/minus 4,9 Prozent angegeben, womit die ersten drei praktisch gleichauf sind.
Buttigieg hatte als Kommunalpolitiker 2019 den Vorwahlkampf der Demokraten aufgemischt. Der Bürgermeister aus South Bend (US-Bundesstaat Indiana) gewann damals für viele überraschend die erste Vorwahl in Iowa (queer.de berichtete). Am Ende kam er aber nicht gegen den erfahrenen Joe Biden an, den er nach dem Aus seiner eigenen Präsidentschaftskampagne ab März 2020 unterstützte (queer.de berichtete). Nach Bidens Wahlsieg wurde Buttigieg ins Kabinett berufen – als Verkehrsminister (queer.de berichtete). Er wurde damit der erste offen homosexuelle vom Senat bestätigte Bundesminister und der jüngste Verkehrsminister in den Vereinigten Staaten.
Für seine vierjährige Amtszeit erhielt er viel Lob. Buttigieg gilt außerdem als rhetorisch gewandt und charismatisch. Die damals oppositionellen Republikaner brachte er insbesondere deshalb auf, weil er nach der Adoption von Zwillingen eine Elternzeit nahm (queer.de berichtete). Analyst*innen sehen diese Familienfreundlichkeit jedoch auch als Weg, um konservative Wähler*innen für sich zu gewinnen. Zudem habe er als Minister viele Erfahrungen gewonnen – und könne nicht mehr wie 2019 als politischer Grünschnabel attackiert werden.
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Laut dem Wettbüro Bet365 gilt Buttigieg jedoch nicht als Favorit auf die Präsidentschaft – er liegt aber immerhin auf Rang vier. Ganz oben in der Liste steht derzeit der republikanische Vizepräsident JD Vance, gefolgt von Gavin Newsom und Alexandria Ocasio-Cortez. (cw)














