https://queer.de/?54253
"Holt Maja zurück!"
Demonstration für Maja T. vor Auswärtigem Amt
- 8. Juli 2025, 09:46h 2 Min.

Im queerfeindlichen Ungarn wird der deutschen nichtbinären Person Maja T. der Prozess gemacht (Bild: Máté Menyhárt / flickr)
Mehr als ein Jahr nach der Auslieferung der deutschen nichtbinären Person Maja T. nach Ungarn fordert eine Petition deren Rückholung. Gemeinsam mit dem Vater der mutmaßlich linksextremen Person zogen nach Polizeiangaben rund 90 Demonstrant*innen vor das Auswärtige Amt in Berlin. Dort sollte die Petition "Holt Maja zurück! Keine Auslieferungen nach Ungarn!" an Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) übergeben werden.
In der Nacht zuvor verübten Unbekannte in Leipzig einen Farbanschlag auf das Amtsgericht – wohl im Zusammenhang mit Maja T., wie ein anonymes Bekennerschreiben im Internet nahelegt. Darin wird gefordert, die inhaftierte Person nach Deutschland zurückzuholen. Der Staatsschutz der Leipziger Polizei nahm Ermittlungen auf.
Gericht erklärt Auslieferung für unzulässig
Die ungarische Staatsanwaltschaft wirft Maja T. vor, im Februar 2023 in Budapest an Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten beteiligt gewesen und für schwere Körperverletzungen mitverantwortlich zu sein. Deutschland lieferte die Person mit deutscher Staatsangehörigkeit nach der Festnahme im Dezember 2023 in das vom queerfeindlichen Ministerpräsident Viktor Orbán regierte Land aus. Das Bundesverfassungsgericht entschied kurz danach, dass diese Auslieferung unzulässig war, auch weil die Geschlechtsidentität von Maja T. vom Regime nicht anerkannt wird und unsicher sei, ob es ein faires Verfahren geben werde (queer.de berichtete).
Aus Protest u.a. gegen Isolationshaft trat Maja T. vor einem in einen Hungerstreik und wurde wegen schlechten Gesundheitszustands letzte Woche in ein Gefängniskrankenhaus verlegt (queer.de berichtete). T. drohen in Ungarn bis zu 24 Jahre Haft. (dpa/cw)













