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  • 10. Juli 2025, 13:32h 1 Min.

Bürgermeister Klaus Rosenau, NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Mitte) und Murielle Guéguen vom FrauenRat NRW weihten die Gedenktafel ein (Bild: Michael Kotowski / Stadt Münster)

In Münster erinnert jetzt eine Gedenktafel an Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel. Die historische Figur zog sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts Männerkleidung an, arbeitete unter neuem Namen als Mann und heiratete in Münster eine Frau. Nach einem Inquisitionsprozess wurde Linck/Rosenstengel 1721 hingerichtet. Offen ist bis heute, ob es sich um einen trans Mann, eine Lesbe oder eine nichtbinäre Person gehandelt hat.

Die Gedenktafel an der Aapromenade auf Höhe der Petrikirche wurde am Dienstagabend als neuer "FrauenOrt" von der nordrhein-westfälischen Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) und Münsters Bürgermeister Klaus Rosenau (Grüne) eingeweiht.

Als "FrauenOrte"-Schirmpatin verwies Paul auf die Bedeutung von sichtbaren Zeichen. Diese seien notwendig, um Anerkennung für vielfältige Lebensentwürfe wie den von Catharina Linck beziehungsweise Anastasius Rosenstengel zu erreichen. "Dieses Leben außerhalb traditioneller Geschlechternormen verdeutlicht, dass geschlechtliche Vielfalt historisch verankert ist. Der 'FrauenOrt' in Münster unterstreicht die Verantwortung, konsequent gegen Diskriminierung und Gewalt gegenüber LSBTIQ*-Personen vorzugehen", so die Ministerin.

Auch Klaus Rosenau hob die Bedeutung dieser Sichtbarkeit hervor: "Münster ist eine Stadt mit ausgeprägtem Geschichtsbewusstsein. Darum ist es gut, dass wir unsere Wertschätzung für gesellschaftliche Vielfalt auch in unserer Erinnerungskultur abbilden." (cw/pm)

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