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"Maja ist eine Projektionsfläche"
Fall Maja T.: Staatsschutz befürchtet Täter-Opfer-Umkehr
- 14. Juli 2025, 08:17h 1 Min.

Forderung zu Maja T. beim CSD Nürnberg (Bild: nb)
Im Fall der inhaftierten Person Maja T. erwartet der sächsische Staatsschutz eine Radikalisierung der Unterstützer*innen. "Ziel der Kampagne ist nach meiner Einschätzung eine Umkehr der Täter-Opfer-Rolle", sagte der Leiter der Staatsschutzabteilung im Landeskriminalamt Sachsen, Denis Kuhne, der "Sächsischen Zeitung" und der "Leipziger Volkszeitung". Immerhin gehe es im sogenannten Budapest Komplex um Vorwürfe wie versuchten Mord.
"Maja ist eine Projektionsfläche vieler verschiedener aktueller politischer Themen", sagte er mit Blick auf die Auslieferung nach Ungarn und die Haftbedingungen der nichtbinären Person. Das sei breit anschlussfähig, und diese Mechanismen würden bewusst eingesetzt. Wegen des Gesundheitszustands von Maja T. befürchte er eine kurzfristige Radikalisierung.
T. werden in Ungarn mutmaßliche Körperverletzungen im Zuge von Protesten gegen Rechtsextreme im Februar 2023 vorgeworfen. Im Dezember 2023 war T. in Berlin verhaftet und im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert worden. Das Bundesverfassungsgericht hatte das untersagt, die Entscheidung war aber mehrere Minuten zu spät gekommen (queer.de berichtete).
T. droht eine Verurteilung von bis zu 24 Jahren Haft. Mit einem Hungerstreik will T. bessere Haftbedingungen und eine Rücküberstellung nach Deutschland erreichen. Nach Angaben eines Solidaritätskomitees und des Vaters hat T. in rund vier Wochen Hungerstreik bereits 14 Kilogramm verloren (queer.de berichtete). (cw/dpa)












