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Frankreich

Trans-Gerüchte: Brigitte Macron geht weiter gerichtlich gegen YouTuberinnen vor

Zwei YouTuberinnen verbreiteten die falsche Behauptung, die französische Präsidentengattin sei eine trans Frau. Vor Gericht wurden sie zuletzt freigesprochen. Brigitte Macron kämpft jedoch weiterhin für eine Verurteilung.


Brigitte Macron im Juli 2025 (Bild: IMAGO / Bestimage)

  • 15. Juli 2025, 08:14h 2 Min.

Nach dem Freispruch für zwei Frauen, die falsche Gerüchte über eine angebliche Transidentität von Frankreichs Präsidentengattin verbreitet hatten, will Brigitte Macron weiter gerichtlich gegen die YouTuberinnen vorgehen. Die Ehefrau von Präsident Emmanuel Macron und ihr Bruder haben in dem Verfahren das Kassationsgericht angerufen, wie ihr Anwalt Jean Ennochi am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigte.

Die beiden Frauen, die in einem YouTube-Video fälschlicherweise behauptet hatten, Brigitte Macron sei eine trans Frau, waren in der vergangenen Woche von einem Berufungsgericht freigesprochen worden (queer.de berichtete). Eine Begründung für den Freispruch hatte das Gericht nicht genannt. Der nun angerufene Kassationsgerichtshof ist dafür zuständig, mögliche Verfahrensfehler bei Prozessen zu prüfen.

Mehrstündiges "Staatslügen"-Video veröffentlicht

Die beiden Frauen hatten in einem 2021 auf YouTube veröffentlichten mehrstündigen Video die Lüge verbreitet, Brigitte Macrons Bruder Jean-Michel Trogneux habe sich einer Geschlechtsanpassung unterzogen und sich fortan Brigitte genannt. Sie erklärten, dass sie eine "Staatslüge" aufdecken wollten.

Die Falschinformation wurde seit 2017 immer wieder in Onlinediensten verbreitet, insbesondere vor Wahlen. Sie wurde in erster Linie von regierungsfeindlichen Kreisen geteilt. Die Präsidentenehefrau hatte im Januar 2022 deswegen Klage eingereicht, ihre drei Kinder und ihr Bruder schlossen sich der Klage an.

In der ersten Instanz waren die beiden YouTuberinnen im letzten September der Verleumdung schuldig gesprochen worden (queer.de berichtete). Das Gericht hatte sie zu einer Geldstrafe auf Bewährung in Höhe von 500 Euro und zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 8.000 Euro an Brigitte Macron verurteilt. Ihrem Bruder Jean-Michel Trogneux sollten sie 5.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Trans-Gerüchte auch über Michelle Obama verbreitet

Ähnliche Behauptungen waren auch über die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, und die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern verbreitet worden. Über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron war mehrfach das Gerücht verbreitet worden, er sei schwul. Macron hatte darüber gesprochen, dass ihm diese Gerüchte zu schaffen machten (queer.de berichtete). "Das Schlimmste ist, dass die Menschen es am Ende glauben, und einen damit verärgern, bis in das Privatleben hinein", sagte er.

Im Oktober steht ein weiteres Verfahren gegen vier Männer an, die ebenfalls im Verdacht stehen, Falschinformationen über Brigitte Macron verbreitet zu haben. (cw/AFP)

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