Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?54414
  • 20. Juli 2025, 14:31h 2 Min.

Archivbild: Regenbogen­fahne auf dem Reichstagsgebäude (Bild: Deutscher Bundestag / photothek / Leon Kügeler)

Mehrere hundert Menschen haben nach Angaben eines dpa-Reporters auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude das Hissen der Regenbogen­flagge auf dem Bundestag beim Berliner Christopher Street Day gefordert. Die Polizei äußerte sich zur Zahl der Teilnehmer*­innen nicht. Zu der Demonstration aufgefordert hatte die Initiative Omas gegen rechts Berlin-Brandenburg.

Einige der Teilnehmer*­innen postierten sich direkt neben dem leeren Flaggenmast vor dem Gebäude. Viele hatten Fahnen und auch Regenschirme in Regenbogen­farben mitgebracht oder bunte Kleidungsstücke angezogen. "Die Regenbogen­flagge steht für die Grundrechte aller Menschen! Wie der Bundestag! Hissen wir sie!", erklärten die Omas gegen rechts ihr Anliegen. "Unter der Regenbogen­flagge versammeln sich Menschen, die die Demokratie und die mühsam erkämpften Rechte verteidigen. Wir sind weder Clowns noch Zirkustiere!"

Der Berliner Polizei zufolge kam es bis zum frühen Nachmittag zu keinen Zwischenfällen. Die Veranstaltung hatte den Titel "Bun(T)estag für alle. Kundgebung unter dem Regenbogen für das Grundgesetz".

Hintergrund sind die Diskussionen um das Hissen der Regenbogenfahne am Bundestag zum Berliner CSD. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hatte angeordnet, die Fahne aus Neutralitätsgründen nur noch zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) am 17. Mai auf dem Reichstagsgebäude hissen zu lassen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte in der ARD dazu gesagt: "Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt", auf dem man beliebig Fahnen hisse.

Anders als in vergangenen Jahren wird auch das queere Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung nicht an der Demonstration am 26. Juli vertreten sein. Die Verwaltungsspitze untersagte der Gruppe eine Teilnahme. Auch daran gab es Kritik von den Demonstrations-Teilnehmer*innen. (cw/dpa)

-w-