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- 22. August 2006 2 Min.
Das Internet verbindet nicht nur per Webseite und E-Mail. Es sorgt auch für Verbindungen der spielerischen Art. Mit dem Nabaztag.
Von Christian Scheuß
Vielleicht kann sich der ein oder andere noch mit Schrecken an das Tamagotchi erinnern? Das kleine digitale Küken, das auf einem LCD-Display zum Leben erwachte, und das man dann pflegen, hegen und füttern musste. Wenn man sich nicht genug um das anspruchsvolle Tier kümmerte, wurde es erst depressiv oder verstarb frühzeitig. Tamagotchis sind Schnee von gestern, denn jetzt gibt es den Nabaztag. Und der stellt sich erst einmal selber vor: "Ich bin ein gerade neu geborener Hase, ein smartes intelligentes Objekt, eine einzigartige Spezies. Ich bin 23 Zentimeter groß, ich kann mit meinen Ohren wackeln, singen, sprechen und mein Körper leuchtet und pulsiert in hunderten von Farben. Und dank W-Lan-Technologie bin ich immer mit dem Internet verbunden."
So stellt sich der aus Frankreich stammende Plastikhase auf der Website selber vor. Die drahtlose Internetverbindung sorgt dafür, das Nabaztag die Wettervorhersage für die Region, in der er gerade steht, abruft und per Farbenspiel signalisiert. Man kann Sprachnachrichten an andere Nabaztags schicken, und damit dessen Besitzer kontaktieren. Oder man verbindet über das Internet zwei Hasen, verdreht bei dem einen die Ohren, was der andere dann nachmacht. Der Nabaztag ist ein niedliches Techniktool, das zwar wenig sinnvoll einzusetzen ist, aber zumindest indirekt die Kommunikation zwischen einer Community von W-Lan-Hasen-Besitzern befördert.
22.08.2006
Links zum Thema:
» Die Nabaztag-Website














