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- 23. August 2006 1 Min.
Leipzig (queer.de) - Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) fordert die Bundesregierung auf, die Regelsätze der Sozialleistungen für chronisch Kranke zu erhöhen. Im Vorfeld der Veranstaltung "Positive Begegnungen 2006", die morgen in Leipzig eröffnet wird, erklärte DAH-Bundesvorstandsmitglied Eugen Emmerling: "Schätzungsweise die Hälfte der 50 000 HIV-Infizierten in Deutschland kommt nach Hartz IV und Gesundheitsreform kaum oder gar nicht mehr über die Runden." Krankheitsbedingter Mehrbedarf für Ernährung, Körperhygiene, Praxisgebühren, Zuzahlungen und Fahrtkosten sei zwar laut deutschem Sozialrecht angemessen zu berücksichtigen, werde jedoch von den Sozialämtern häufig ignoriert. "Hier muss die Bundesregierung Abhilfe schaffen", forderte Emmerling. "Am einfachsten und unbürokratischsten geht das über die Erhöhung der Regelsätze für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen." Darüber hinaus fordert die DAH von Politik und Versicherungswirtschaft Regelungen, die es Menschen mit HIV und anderen chronischen Krankheiten ermöglichen, sich individuell abzusichern und private Vorsorge zu treffen. "Derzeit ist die individuelle Vorsorge durch Berufsunfähigkeits-, Gesundheitszusatz- oder Lebensversicherungen für Menschen mit einer HIV-Infektion oder einer anderen chronischen Krankheit faktisch nicht möglich", erläuterte Emmerling. "Positive Begegnungen" ist die mit über 500 Teilnehmern größte Selbsthilfekonferenz von Menschen mit HIV und Aids (queer.de berichtete). (pm)
Links zum Thema:
» Infos zu 'Positive Begegnungen'















man komme nun nicht mit unsinnigen gegenargumentationen, dass es auch andere lebensgefährliche genüsse gibt.
wer nun mal eine autobahn überqueert wird zu 90% eher überfahren, als derjenige, der eine landstrasse überqueert.
bedauerlicher sind finanzielle einschränkungen für letztere.