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Neue Staffel
"South Park": Trump steigt mit dem Teufel ins Bett – Weißes Haus ist irritiert
"South Park" hat sich nun endlich auch einmal Donald Trump vorgenommen. Zum Auftakt der 27. Staffel lassen Trey Parker und Matt Stone Donald Trump mit dem Teufel ins Bett steigen – und sie zeigen den nackten Unterleib ihres Präsidenten.

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben… (Bild: Screenshot Comedy Central)
- 25. Juli 2025, 10:43h 4 Min.
"South Park" ist diese Woche in seine mittlerweile 27. Staffel gestartet. Die beiden Macher der oftmals gesellschaftskritischen und satirischen Animationsserie, Trey Parker (55) und Matt Stone (54), nehmen erneut kein Blatt vor den Mund. Sie zeigen direkt zum Auftakt, wie US-Präsident Donald Trump (79) mit dem Teufel ins Bett steigt – eine Ehre, die Ende der Neunzigerjahre bislang als einziger Prominenter Saddam Hussein (1937-2006) hatte.
In der Episode deutet der animierte Trump in deutlichen Worten an, Sex mit Satan haben zu wollen. Wie sein irakischer Vorgänger verhält sich auch Trump recht rüpelhaft gegenüber Satan, der entnervt erklärt: "Ich brauche psychologische Behandlung. Du erinnerst mich immer mehr an diesen Typen, den ich früher gedatet habe. Ihr seid genau gleich." Daraufhin erklärt Trump: "Ich liebe dich" und entblößt sich. Der präsidiale Penis sei laut dem Teufel aber so klein, dass er kaum sichtbar sei.
/ mmpadellanGood morning and Happy Thursday to everyone who LOVES the way the South Park guys absolutely cooked trump in their test season premiere, he is going to HATE the accurate size depiction of his tiny member.
BrooklynDad_Defiant! (@mmpadellan) July 24, 2025
Be a shame if everyone retweeted this.https://t.co/tiPMSHyR78
Am Ende zeigt die "South Park"-Episode auch ein Deepfake, in dem der realistisch aussehende Trump schweißüberströmt durch die Wüste läuft, sich nackt auszieht und zusammenbricht. Auch hier ist wieder ein kleiner Penis zu sehen, der sogar spricht. Daraufhin sagt eine Stimme aus dem Off: "Trump – sein Penis ist winzig klein, aber seine Liebe für uns ist groß."

Präsident Donald Trump muss einige Schwanzwitze über sich ergehen lassen (Bild: Screenshot Comedy Central)
Folge greift aktuelle Themen auf
In der Folge werden viele aktuelle Themen aufgegriffen – etwa dass Trump in den bisher noch nicht veröffentlichten Epstein-Akten auftauchen soll. Der Investmentbanker Jeffrey Epstein war früher ein enger Freund von Trump, wurde dann aber als Sexualstraftäter überführt und beging 2019 in Haft Suizid.
Außerdem wird die Zeichentrick-Variante des Präsidenten vom kanadischen Premier gefragt, ob sie eine Art Diktator sei. Und der gezeichnete Trump erläutert, dass es für ihn keinen Unterschied mache, ob die USA den Iran oder den Irak bombardiere.
Bislang ist Trump nie persönlich in "South Park" aufgetaucht – vielmehr wurde in den letzten Jahren der schwule Lehrer Mr. Garrison als eine Art Ersatz-Trump gezeigt, der in Washington für Chaos sorgt. In der neuen Folge führt Garrison jedoch ein zurückgezogenes Leben – er wird mit seinem Partner Rick gezeigt, mit dem er auf dem Sofa sitzend "The White Lotus" anschaut.

Mr. Garrison mit seinem Partner (Bild: Screenshot Comedy Central)
Die veränderten Zeiten unter Trump werden auch durch die Figur PC Principal angedeutet, den Rektor der Grundschule von South Park. Er verwandelt sich in der Folge von einem woken Linken in einen fundamentalistischen Christen. Das PC steht dabei nicht mehr für "politisch korrekt", sondern für "Power-Christ", erläutert er in der Folge.
Trump-Regierung: "South Park" ist seit 20 Jahren nicht mehr relevant
Das Weiße Haus zeigte sich in einem Mitteilung an "Variety" ungehalten über die neue "South Park"-Folge: "Die Sendung ist seit 20 Jahren nicht mehr relevant und überlebt nur mit einfallslosen Ideen in einem verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit zu erhaschen", erklärte Trump-Sprecherin Taylor Rogers. "Präsident Trump hat in sechs Monaten mehr geliefert als alle Präsidenten in der Geschichte unseres Landes. Keine viertklassige Sendung kann die Erfolgsserie von Präsident Trump beenden."
Erste Folge nach "South Park"-Mega-Deal
Kurz vor der Ausstrahlung der Folge war bekannt geworden, dass die "South Park"-Macher und Paramount Global sich auf einen neuen Mega-Deal geeinigt haben. Der Streamingdienst Paramount+ wird in den USA zum Zuhause für alle bisherigen "South Park"-Staffeln, nach Ausstrahlung auf dem ebenso zu Paramount gehörenden Sender Comedy Central landen die neuen Folgen ebenfalls stets dort. Der Deal erstreckt sich über fünf Jahre und umfasst 50 neue Episoden, wie offiziell mitgeteilt wurde.
Parker und Stone seien "einzigartige, kreative Kräfte, deren furchtloser Humor und grenzüberschreitende Geschichten 'South Park' zu einer der beliebtesten und beständigsten Serien aller Zeiten gemacht haben", wurde Chris McCarthy, Co-CEO von Paramount Global, zitiert. Wie unter anderem das Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" berichtet, wird die Abmachung auf einen Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.
In der neuen "South Park"-Folge wird Paramount allerdings auch scharf kritisiert, weil das Medienunternehmen Trump 16 Millionen Dollar zur Beilegung einer Klage gegen den konzerneigenen Sender CBS zahlte. Dies wurde von vielen als Bestechung kritisiert, da die Trump-Regierung einer Fusion Paramounts mit der Filmproduktionsgesellschaft Skydance Media zustimmen musste.
Zu den Kritikern gehört auch Late-Night-Talker Stephen Colbert, dessen Sendung auf CBS ausgestrahlt wird. Wenige Tage nach der Kritik von Colbert verkündete Paramount, dessen Show absetzen zu wollen, angeblich aus finanziellen Gründen. Diese Erklärung wurde jedoch angezweifelt, da Colberts Show seit Jahren die höchsten Einschaltquoten in diesem Segment erzielt. (spot/dk)
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