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Protestcamp

Sylt: Die Punks sind wieder da – und planen einen CSD

Mit dem 9-Euro-Ticket hatte auf Sylt im Sommer 2022 alles begonnen. Jetzt geht das Protestcamp und der Punk-Sommer auf der Urlaubsinsel in die vierte Runde. Am 9. August steht ein "Radical Pride" auf dem Programm.


Archivbild: Bereits 1995 nutzten Punks das damalige Schönes-Wochenende-Ticket der Bundesbahn für einen Ausflug nach Sylt (Bild: IMAGO / Markus Matzel)
  • 28. Juli 2025, 16:42h 2 Min.

Das vierte Punk-Sommerprotestcamp auf Sylt ist offiziell gestartet. Am Montagvormittag waren bereits etwa 50 Aktivist*­innen auf die Insel gereist, im Laufe des Tages rechnen die Organisator*­innen um Versammlungsleiter Marvin Bederke mit der Anreise von weiteren Teilnehmer*­innen. Maximal 300 Menschen dürfen auf der Festwiese in Tinnum nahe dem Flugplatz zelten. Es gelten diverse Auflagen. Sogenannte Ordner*­innen müssen durch weiße Armbinden oder Warnwesten erkennbar sein. Mobile Toiletten müssen aufgestellt und Müll entsorgt werden. Das Camp ist bis zum 17. August angemeldet.

"Radical Pride" am 9. August

Unter anderem sind fünf Demonstrationen etwa zu den Themen Klimakrise und Polizeigewalt geplant, darunter auch ein Christopher Street Day (CSD) – genannt "Radical Pride" – am 9. August. Start ist um 17 Uhr auf der Festwiese im Ortsteil Tinnum. "Kommt vorbei und demonstriert mit uns gegen die Kommerzialisierung von Pride, gegen Sexismus, das Patriarchat und gegen die Diskriminierung und Verfolgung queerer Menschen", heißt es in der Ankündigung. Workshops, Diskussionen und Konzerte sollen ebenfalls stattfinden.

Versammlungsleiter Bederke hofft zudem, dass die Aktivist*innen mit Sylter*innen ins Gespräch kommen, über Wünsche und Ziele sprechen und vielleicht auch voneinander lernen. "Es wäre ganz cool, wenn wir auch hier vor Ort was bewegen könnten." Er versicherte, dass sich die Camp-Teilnehmer*innen immer über Besuch freuten.

Erstes Protestcamp 2022 sorgte bundesweit für Schlagzeilen

Mit dem 9-Euro-Ticket waren im Sommer 2022 zahlreiche Punks aus ganz Deutschland nach Sylt gereist und hatten unter anderem mit ihrem Protestcamp bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Damals campierten rund 100 Punks in Zelten vor dem Rathaus in Westerland. Seit 2023 ist das Camp weiter außerhalb auf dem Tinnumer Festplatz untergebracht. (cw/pm)

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