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- 24. August 2006 1 Min.
Olympia (queer.de) - Eine heterosexuelle Frau hat im US-Bundesstaat Washington gegen ihren Arbeitgeber geklagt, weil sie sich Homosexuellen gegenüber benachteiligt fühlt. Grund: Der Freund der Klägerin Sandi Scott-Moore erhält vom multinationalen Konzern Honeywell International keine Krankenversicherung - dies steht bei unverheirateten Paaren nur Homo-Partnern zu. Heterosexuelle müssten verheiratet sein, um in den Genuss der Vergünstigung zu kommen. Scott-Moore beruft sich in ihrer Klage auf das Antidiskriminierungsgesetz des Staates Washington, das erst im Juni um die Bereiche Versicherungen, Banken und Beschäftigung erweitert worden ist. Die Änderungen sollte Schwule und Lesben schützen, allerdings argumentiert Scott-Moore, dass die Kategorie "sexuelle Orientierung" auch die Diskriminierung von Heterosexuellen beinhaltet. Ein Firmensprecher von Honeywell sagt dagegen, die Praxis des Unternehmens sei nicht diskriminierend, weil gleichgeschlechtliche Paare in Washington nicht heiraten dürfen, heterosexuelle Paare aber sehr wohl. "Wir werden unsere Position mit aller Kraft vor der Menschenrechtskommission des Staates verteidigen", so Robert Ferris zur Nachrichtenagentur AP. (dk)












