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- 25. August 2006 2 Min.
Berlin (queer.de) - Das Frauenmagazin "Emma" kritisiert das in Berlin geplante Homo-Mahnmal, das im kommenden Jahr gebaut werden soll. "Der Entwurf des Denkmals für die homosexuellen Opfer in der NS-Zeit muss ergänzt werden: um die lesbischen Opfer", schreibt die Zeitschrift in ihrer neuesten Ausgabe. Bereits vor sieben Monaten war der Entwurf des dänisch-norwegischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset ausgewählt worden (siehe queer.de-Artikel) - damals noch ohne jeglichen Protest, obwohl die Presse ausführlich über das Denkmal berichtete. Es soll in der Form Peter Eisermans Stätte für die ermordeten Juden ähneln. Stelen sollen dem Entwurf zufolge schräg emporragen und zusammenstehen wie in einer Art Haus. Durch ein schräg eingeschnittenes Loch soll man hineinblicken können und ein projiziertes Schwarzweiß-Filmbild einer Kussszene zwischen zwei Männern sehen. Im Internet ruft "Emma" nun zum Widerstand auf. Der Text der Unterschriftenaktion: "Ich protestiere dagegen, dass das geplante Homo-Denkmal in Berlin ausschließlich männliche Homosexuelle zeigt und fordere, dass auch die weiblichen Homosexuellen angemessen berücksichtigt werden."
Klaus Wowereit und Hella von Sinnen unterstützen Aktion
Mehrere Prominente haben bereits unterzeichnet, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Frauensenator Harald Wolf (Linke), Grünenfraktionschefin Renate Künast, Comiczeichner Ralf König, Schauspielerin Ulrike Folkerts und Comedian Hella von Sinnen. Auch Volker Beck, den die "Emma" als "grünen Homosexuellen vom Dienst" bezeichnet, sagte gegenüber dem Magazin, er befürworte auch, hier "nachzuarbeiten". Der "Lesbenring" sei dagegen dafür, das "Schwulendenkmal" so zu bauen, wie es der Entwurf vorsieht. Am Montag lädt der LSVD in Berlin-Kreuzberg zu einer offenen Diskussion über das Denkmal ein (Mehr Infos hier). (dk)












