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CSD-Saison 2025
Bremer CSD schließt FDP aus
Der Verein begründet den Ausschluss von der Pride-Demo mit einem Antrag der Liberalen, Gendersprache zu verbieten.
- 6. August 2025, 07:19h 2 Min.
Die FDP wird in diesem Jahr nicht wie vorgesehen mit einem Truck an der Demo des Bremer CSD teilnehmen können – wie zuerst "buten un binnen" (Radio Bremen) und dann "Bild" berichteten, habe der CSD-Verein die Anmeldung abgelehnt.
Grund sei ein Antrag der FDP aus dem letzten Jahr, "Schluss mit Gendersprache im öffentlichen Dienst" (PDF), mit dem die Bürgerschaft den Senat auffordern sollte, etwa die Nutzung von Sonderzeichen wie Gendersternchen und Binnen-I in der öffentlichen Kommunikation sowie in Schulen zu unterbinden (queer.de berichtete). Sprache sollte "nicht für eine identitätspolitische Instrumentalisierung verwendet werden", so der Antrag.
Auch Landes- und Fraktionschef Thore Schäck bemühte damals ein Vokabular, mit dem sonst auch queerfeindliche Akteure die unterschiedlichsten Anliegen und Menschen aus der Community abwerten und bekämpfen wollen: "Kein Gender-Unsinn mehr in Schulen und im öffentlichen Dienst", hatte er gefordert und geschlechtergerechte Sprachnutzung als "Ausprägung grüner Ideologie", "Verunglimpfung" der deutschen Sprache und "Fantasiesprache" bezeichnet.
FDP wird CSD "Intoleranz" und Ausgrenzung vor
Entsprechend nahm Schäck auch zur Absage durch den CSD kein Blatt vor den Mund: "Wir haben kein Verständnis für diese Intoleranz", betonte er gegenüber "Bild". "Der CSD propagiert sich selbst als Sprachrohr für Toleranz und Akzeptanz, hat aber anscheinend selbst ein Problem damit, abweichende Meinungen zu akzeptieren."
Schäck sprach von einem nicht nachvollziehbaren "Affront gegen unsere Werte": "Wir haben das Gefühl, hier geht es nicht um die Sache an sich, sondern um das Ausgrenzen Andersdenkender – eigentlich genau das, was der CSD immer vorgibt, bekämpfen zu wollen". Ähnlich hatte sich Schäck zuvor gegenüber "buten un binnen" geäußert und die Entscheidung des Vereins als "heuchlerisch" bezeichnet.
Pride will Gespräch suchen
Der CSD betonte hingegen gegenüber "buten un binnen", der Ausschluss gelte zunächst nur für dieses Jahr und danach wolle man sich mit der FDP zu einem klärenden Gespräch zusammensetzen. Der CSD am 23. August steht unter dem Motto "Pride must go on! Gemeinsam. Laut. Für Alle." In den sozialen Kanälen des Pride wurde noch nicht auf die FDP-Ablehnung eingegangen.
Immer wieder kommt es vereinzelt zu einem Ausschluss einzelner Parteien von einem CSD. Beispielsweise war die FDP in diesem Jahr auch in Rosenheim unerwünscht, die CDU in Karlsruhe. (cw)
















