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Reality-TV

Patricia Blanco wirft Kevin Schäfer Rassismus vor

Bei einer Reunion zur "Villa der Versuchung" soll der schwule Reality-Star Kevin Schäfer seine Mitstreiterin Patricia Blanco rassistisch beleidigt haben. Er weist ihre Anschuldigung zurück und berichtet von Homophobie.


Patricia Blanco und Kevin Schäfer sind derzeit noch in den regulären Folgen von "Villa der Versuchung" (Sat.1/Joyn) zu sehen (Bild: Joyn / Michael de Boer)

Patricia Blanco (54) erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren "Villa der Versuchung"-Mitstreiter Kevin Schäfer (35) – darunter Bodyshaming, Beleidigungen und sogar rassistische Äußerungen. Die Tochter von Schlagerlegende Roberto Blanco (88) erstattete eine Anzeige wegen Beleidigung. Während Schäfer, dessen Reality-Karriere 2021 mit der Gay-Datingshow "Prince Charming" startete, den Vorwurf Rassismus zurückweist, liegt inzwischen eine komplexere Schilderung des Vorfalls durch Sat.1 vor.

Wie Blanco zunächst gegenüber "Bild" schilderte, kam es beim Dreh zur Wiedersehensshow der Sendung, deren reguläre Folgen derzeit noch bei Sat.1 und Joyn ausgestrahlt werden, in Köln zum Eklat. Während in einem Studio Ausschnitte aus der Show gezeigt wurden, sei Mitkandidat Kevin Schäfer plötzlich ausfallend geworden. "Zuerst war es eine Mischung aus Beleidigungen und Bodyshaming", sagte Blanco. Doch dann sei eine Grenze überschritten worden: "Plötzlich sagte er zu mir: 'Schau dich mal an, du siehst aus wie ein Affe!' Das ist für mich hochgradig rassistisch."

Blanco erstattete daraufhin Anzeige bei der Kriminalinspektion 5 in Köln, wie "Bild" bestätigte. Der Begriff "Affe" gilt insbesondere gegenüber People of Color als rassistische Diffamierung und kann laut §185 StGB strafrechtlich als Beleidigung verfolgt werden.

Patricia Blanco selbst habe den Drehort direkt nach dem Vorfall verlassen und blicke nun mit gemischten Gefühlen auf die Show zurück: "'Villa der Versuchung' ist für mich eine der besten Shows, die ich je gemacht habe. Ich habe mich so wohlgefühlt. Aber am Ende sind viele Tränen geflossen. Kevin hätte nach dem Vorfall sofort des Sets verwiesen werden müssen", sagte sie.

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Schäfer weist die Anschuldigungen zurück

Kevin Schäfer wies die Vorwürfe gegenüber "Bild" zurück und erhob seinerseits Gegenbeschuldigungen. Er bestätigte zwar, das Wort "Affe" verwendet zu haben, betonte aber, dies sei "nicht in einem rassistischen Zusammenhang" geschehen. Seine Sicht der Dinge: "Frau Blanco hat angefangen, mich mit Beleidigungen aufs Übelste zu beschimpfen. Sie bezeichnete mich als magersüchtig, behauptete, ich würde aussehen wie ein Hund." Auch von der Produktion sei sie mehrfach zur Mäßigung aufgefordert worden. Zudem wirft Schäfer ihr vor, bereits beim Dreh in Thailand über homophobe Bemerkungen über ihn gemacht zu haben.

Er erklärte zudem, bereits eine Gegenanzeige erstattet zu haben. "Frau Blanco sucht in meinen Augen einen Grund, um Aufmerksamkeit zu bekommen", so Schäfer weiter. Eine persönliche Aussprache habe sie abgelehnt. "Sie wird Post von meiner Anwältin erhalten."

So schildert Sat.1 den Vorfall

Am späteren Mittwoch äußerte sich erstmals Sat.1 gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news zu dem Vorfall, der demnach auf einem Missverständnis beruhe. "Während der Reunion-Show zu 'Villa der Versuchung' kam es beim Ansehen einer Szene zu einem Streit zwischen Patricia Blanco und Kevin Schäfer", erklärt der Sender. Patricia habe in Richtung Kevin gesagt: "Da siehst du aus wie hundert." Kevin habe jedoch offenbar "wie ein Hund" verstanden und daraufhin mit den Worten reagiert: "Du siehst aus wie ein Affe."

Nach der Eskalation habe es "eine kurze Pause" gegeben, "um die aufgeheizten Gemüter abzukühlen", so Sat.1 weiter. Die Szene werde in der Reunion-Folge, die SAT.1 am 25. August zeigt, nicht enthalten sein. Bisher hält Patricia Blanco an ihrer Anzeige fest. (spot/cw)

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