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- 28. August 2006 1 Min.
Stockholm (queer.de) - Ein Ausschuss im schwedischen Parlament hat die Öffnung der Ehe empfohlen. Die Eingetragenen Partnerschaften, die 1995 eingeführt wurden, seien veraltet, darum müsste es ab kommenden Jahr Schwulen und Lesben erlaubt sein, in Kirchen zu heiraten. Einer kürzlich durchgeführten Umfrage zufolge sind 46 Prozent der Schweden für die Öffnung der Ehe, 31 Prozent sind dagegen und 23 Prozent haben keine Meinung. Konservative äußerten sich angesichts der Zahlen allerdings skeptisch: "Weniger als die Hälfte der Menschen unterstützen homosexuelle Hochzeiten, und Sie wollen das immer noch durchbringen", so die christdemokratische Abgeordnete Yvonne Andersson nach Angaben des "Advocate" zu den Befürwortern im schwedischen Parlament. "Ich bin enttäuscht, dass der Bericht so lässig mit der öffentlichen Meinung umgeht."
Christlicher Widerstand
Die Schwedische Evangelische Allianz, Pfingstgemeinden und die katholische Kirche haben 50.000 Unterschriften gegen die Öffnung der Ehe gesammelt, berichtet die christliche Zeitung "Dagen". Die evangelisch-lutherische Svenska Kyrkan, der über drei Viertel der Schweden angehören, segnet dagegen bereits schon jetzt Homo-Paare (queer.de berichtete). Darum haben die orthodoxen Kirchen bereits den Kontakt zur ehemaligen Staatskirche abgebrochen. (dk)















Je mehr Staaten desto besser! Und desto mehr sieht man auch in Deutschland, dass es funktioiert...