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Vatikan
Reformbewegung "Wir sind Kirche" erstmals bei Papst Leo XIV.
Im "Heiligen Jahr" erhielt die seit 1996 existierende Vereinigung eine Einladung in den Vatikan – auch ein Treffen mit dem neuen Papst ist vorgesehen.
- 15. August 2025, 05:32h 2 Min.

"Equality"-Banner von "Wir sind Kirche" im letzten Jahr auf dem Petersplatz (Bild: We are church)
Papst Leo XIV. wird Ende Oktober im Rahmen einer Audienz Vertreter*innen der internationalen Reformbewegung "Wir sind Kirche" begrüßen. Acht Delegierte nehmen vom 24. bis 26. Oktober am Jubiläumstreffen der synodalen Teams im Rahmen des Heiligen Jahres in Rom teil, wie das offizielle Nachrichtenportal "Vatican News" berichtete. Auf dem Programm stehen neben der Audienz auch ein Pilgergang durch die Heilige Pforte sowie ein Abschlussgottesdienst im Petersdom.
Die 1996 in Rom gegründete Bewegung setzt sich in rund 30 Ländern sowie weltweit für Reformen in der katholischen Kirche ein – etwa für Frauenordination, mehr Anerkennung und Rechte für queere Personen und die Abschaffung des Pflichtzölibats – und geriet damit häufig in Konflikt mit der vatikanischen Linie.
Eingeladen wurde die Delegation vom Generalsekretär der Weltsynode, dem maltesischen Kardinal Mario Grech. Es sei wichtig, den synodalen Geist lebendig zu halten, sagte Christian Weisner von "Wir sind Kirche" dem Radio Vatikan. "Das erhoffen wir uns von dem Treffen und tragen gerne dazu bei."
Letzten Oktober waren mehrere Mitglieder von "Wir sind Kirche" auf dem Petersplatz festgenommen worden, weil sie ein Plakat mit dem Aufdruck "Equality" mitgebracht hatten, mit dem sie die Gleichberechtigung von Frauen, Laien, queeren Menschen und Verheirateten in der Kirche forderten (queer.de berichtete). In Deutschland hatte sich die Bewegung etwa für Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare stark gemacht und die Aufklärungsbemühungen rund um sexuellen Missbrauch in der Kirche kritisch begleitet. (dpa/cw)














