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Christine Wunnicke (Bild: Monika Höfler)

20 Autor*­innen haben es mit ihren Romanen auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft – unter ihnen Christine Wunnicke für ihre queere Neuerscheinung "Wachs". Der historische Roman erzählt die Geschichten von zwei Pionierinnen im Paris des 18. Jahrhunderts, die auch ein Liebespaar waren (Buchkritik von Kat Ohlmann).

Unter den insgesamt 20 Titeln sind sechs Romandebüts, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bekanntgab. Die siegreiche Person wird am 13. Oktober verkündet – dem Tag vor Eröffnung der Frankfurter Buchmesse.

"Sprachgestaltung, Erzählverhalten und die beängstigende Gegenwart haben uns im fragilen Jahr 2025 unter anderem in der Jury-Debatte geleitet. Unsicherheit bestimmt unsere Zeit", sagte Jurysprecherin Laura de Weck. "Aber eines ist sicher: Die diesjährige Longlist versammelt 20 herausragende Romane, die in aller Vielfalt unsere wackelige Wirklichkeit spiegeln."

Insgesamt hat die Jury mehr als 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2024 und Mitte September 2025 erschienen sind oder noch erscheinen. Am 16. September wird die Longlist dann auf sechs Titel für die sogenannte Shortlist verkürzt.

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen im Literatursegment und ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Die siegreiche Person erhält 25.000 Euro, die übrigen Autor*innen der Shortlist jeweils 2.500 Euro.

Christine Wunnicke hat vor "Wachs" bereits mehrere bedeutende queere Romane veröffentlicht, darunter "Die Kunst der Bestimmung" und "Missouri". Bereits im Juli war sie für ihr Lebenswerk mit dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). (cw/dpa)

Die Longlist in alphabetischer Reihenfolge

Kathrin Bach: Lebensversicherung
Marko Dinić: Buch der Gesichter
Nava Ebrahimi: Und Federn überall
Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Kaleb Erdmann: Die Ausweichschule
Annett Gröschner: Schwebende Lasten
Dmitrij Kapitelman: Russische Spezialitäten
Jina Khayyer: Im Herzen der Katze
Jehona Kicaj: ë
Michael Köhlmeier: Die Verdorbenen
Jonas Lüscher: Verzauberte Vorbestimmung
Thomas Melle: Haus zur Sonne
Jacinta Nandi: Single Mom Supper Club
Gesa Olkusz: Die Sprache meines Bruders
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters
Lina Schwenk: Blinde Geister
Fiona Sironic: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft
Peter Wawerzinek: Rom sehen und nicht sterben
Christine Wunnicke: Wachs
Feridun Zaimoglu: Sohn ohne Vater
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