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Gloria Gaynor in einem Bild aus dem Jahr 2014 (Bild: annulla / wikipedia)

Die amerikanische Sängerin Gloria Gaynor lebt nach eigenen Worten mit einer Freundin in einer Wohngemeinschaft. "Ich bin allein, aber ich lebe nicht allein. Meine beste Freundin, eine andere Geschiedene, und ich, wir leben zusammen", sagte die 81-Jährige der Zeitschrift "Bunte". Sie kochten gemeinsam und verbrächten den Tag zusammen, sagte Gaynor weiter. "Meine Nichte wohnte eine Weile bei uns und nannte uns die "Golden Girls"."

Gaynor war dem Bericht zufolge von 1979 bis 2005 mit ihrem Manager Linwood Simon verheiratet. Wie sieht es bei ihr aktuell mit der Liebe aus? "Ich habe gerade keine neue Liebe, bin aber offen für was auch immer Gott für mich bereithält. Ich fühle, irgendetwas wird kommen, aber Gott mag es, uns hin und wieder zu überraschen", sagte die Sängerin.

Gaynor zählt nicht nur bei der Liebe auf Gott: "Wem kann ich vertrauen und wem nicht, das lerne ich von ihm. Ich gehe jeden Sonntag in die Kirche. Wenn ich nicht zu Hause bin, schaue ich eine Online-Predigt. Ich weiß nicht, wo ich heute ohne meinen Glauben wäre."

Die 1943 im US-Bundesstaat New Jersey geborene Sängerin wurde in den Siebziger- und Achtziger-Jahren mit Songs wie "I Will Survive" und "I Am What I Am" weltberühmt – und zu einem Star der queeren Community. Anders als andere wiedergeborene Christ*innen verurteilt sie queere Menschen nicht wegen ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung.

Das Kennedy-Zentrum als größte Kultureinrichtung der US-Hauptstadt Washington zeichnet Gaynor dieses Jahr für ihr künstlerisches Lebenswerk aus. US-Präsident Trump hat nach seiner Amtsübernahme Anfang des Jahres die Kontrolle über die Institution übernommen – und zeichnet mehrheitlich Künstler*innen aus, die ihn politisch unterstützt haben, etwa Schauspieler Sylvester Stallone (queer.de berichtete). Gaynor hielt sich allerdings aus dem politischen Tagesgeschehen heraus. Mit seiner Machtübernahme brach Trump mit der Tradition, dass unabhängige Jurys die Preisträger*innen nach künstlerischen Aspekten auswählen. Eine Verleihungsgala findet am 7. Dezember im Opernhaus des Zentrums statt und wird live im US-Fernsehen übertragen. (dpa/cw)

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