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  • 29. August 2006 10 2 Min.

Canterbury (queer.de) - Überraschend hat sich der Führer der anglikanischen Weltkirche von seiner einstigen Unterstützung für homosexuelle Beziehungen distanziert. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury, sagte zum "Nederlands Dagblad", Schwule und Lesben dürften nicht ohne Bedingungen in die anglikanische Gemeinschaft aufgenommen werden. "Ich glaube nicht, dass die bedingungslose Aufnahme kein Wert an sich ist. Wir heißen aber jeden willkommen", so Williams. "Ethik ist keine Ansammlung abstrakter Regeln, sondern es ist die Frage, ob wir mit Christus leben. Das gilt auch für die Sexualethik." Aktive Homosexualität sei unvereinbar mit den Lehren der Bibel, ist sich der 56-Jährige jetzt sicher.
"Engstirnige, konservative Sekte"
Mit diesen Ausführungen will der Erzbischof konservative Landeskirchen besonders in Afrika davon abhalten, aus der anglikanischen Gemeinschaft auszutreten. Seit 2003 im amerikanischen New Hampshire ein offen Schwuler zum Bischof geweiht wurde (queer.de berichtete), schwelt unter den Anglikanern ein Streit um die Bewertung von Homosexualiät. Williams selbst hatte vor 20 Jahren in einem Essay noch gleichgeschlechtliche Liebe verteidigt. "Das war, als ich noch ein Professor war", rechtfertigt er sich heute. "Damals wollte ich nur eine Debatte anregen". Der schwule Labour-Abgeordnete Chris Bryant, der sich als "christlichen Sozialisten" bezeichnet, kritisierte den Bischof seiner Staatskirche scharf: "Die Church of England überlebt in den Städten ohne die schwulen Geistlichen nicht", so der 44-Jährige nach Angaben des "Daily Telegraph". "Viele werden sich jetzt betrogen fühlen. Rowan hat die Church of England in eine engstirnige, konservative Sekte verwandelt." (dk)

-w-

#1 SvenAnonym
  • 29.08.2006, 15:03h
  • Ich kann's nur wiederholen: "Weg mit den Scheiß-Kirchen!"

    Wo bleibt denn bitte schön die Glaubensfreiheit?
    Gibt's nicht, so lange Kirchen vorgeben, was alle zu glauben haben.
    Vorallem diese monotheistischen Kirchen sind die schlimmsten, weil sie Monopole auf alles anmelden und diese mit unerbärmlicher Härte gegen alle Andersdenkenden durchsetzen wollen.

    Wir brauchen keine Religionen mehr, um das Zusammenleben zwischen den Menschen zu regeln, dafür haben wir in der Neuzeit Gesetze, die (teilweise) demokratisch beschlossen werden.

    Es haben eh noch nie 2 Menschen genau das selbe geglaubt!
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#2 FloAnonym
  • 29.08.2006, 15:55h
  • So sind also Kirchenvertreter:

    wenn konservative afrikanische Landesverbände auszutreten drohen, verkauft man seine Überzeugungen.

    Entweder man hat eine christliche Überzeugung von Gleichheit, Toleranz und Nächstenliebe und kann dann auch damit leben, wenn konservative Pseudochristen austreten oder man hat sie nicht bzw. verkauft sie.

    Pfui!
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#3 freemanAnonym
  • 29.08.2006, 17:19h
  • Wo sind denn jetzt die ganzen User, die hier als unendlich lange Romane schreiben, wenn der Papst oder sonst irgendeiner von der katholischen Kirche etwas gegen Homosexualität gesagt hat ???

    Wird hier nicht mit zweierlei Maß gemessen?

    Da finde ich so was noch viel erbermlicher, wenn man nicht zu seinem Wort steht, wie die Anglikanische Kirche!
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