https://queer.de/?54791
Selbstbestimmungsgesetz
Familienministerin: SBGG enthält "Schwächen"
- 23. August 2025, 14:49h 1 Min.

Bundesfamilienministerin Karin Prien (Bild: Dominik Butzmann / photothek)
Der Fall von Neonazi Sven alias Marla-Svenja Liebich macht für Bundesfamilienministerin Karin Prien deutlich, "dass das Selbstbestimmungsgesetz in seiner jetzigen Ausgestaltung Schwächen enthält, die gezielten Missbrauch begünstigen können". Das sagte die CDU-Politikerin der "Bild"-Zeitung.
Die Ministerin betonte allerdings auch: "Es ist richtig und wichtig, dass geschlechtliche Selbstbestimmung niedrigschwellig möglich ist." Zugleich müsse man "genau beobachten, wie sich das Gesetz in der Praxis bewährt".
Prien verwies auf die Vereinbarung von Union und SPD, das Selbstbestimmungsgesetz "bis spätestens 31. Juli 2026" zu überprüfen. Die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Evaluation sei "ein zentraler Baustein, um erkannte Schwachstellen zu korrigieren und bestehende Sicherheitsbedenken sorgfältig zu prüfen", so die Familienministerin.
Als Reaktion auf den Fall Liebich kam es bereits zu verstärkten Forderungen in der Union, die Selbstbestimmung für trans, inter und nichtbinäre Menschen wieder abzuschaffen (queer.de berichtete). (cw)














