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US-Rapper

Wegen lesbischer Frauen: Snoop Dogg hat Angst, in Kinderfilme zu gehen

Der eigentlich als queerfreundlich geltende Rapper Snoop Dogg beschwert sich darüber, dass Minderjährige in Filmen nicht-heterosexuelle Menschen zu Gesicht bekommen.


Snoop Dogg bei einem Auftritt bei den BET Awards im Juni (Bild: IMAGO / UPI Photo)
  • 25. August 2025, 15:04h 3 Min.

US-Rapper Snoop Dogg hat wegen der Darstellung von Regenbogenfamilien Angst davor, mit seinem Enkel in Kinderfilme zu gehen. Das erzählte der 53-Jährige in einer kürzlich veröffentlichten Folge des Podcasts "It's Giving".

In dem Gespräch beschrieb der Musiker, wie er mit seinem Enkel den Disney-Film "Lightyear" aus dem Jahr 2022 angeschaut habe. Dabei taucht auch ein Frauen-Paar mit einem Kind auf. "Mein Enkel hat mitten im Film gesagt: 'Papa Snoop? Wie hat sie ein Baby mit einer anderen Frau? Sie ist eine Frau!", so Snoop.

"Ich bin nicht für diese Scheiße hergekommen"

Weiter erklärte er, dass er gedacht habe: "Ach du scheiße, ich bin nicht für diese Scheiße hergekommen. Ich bin nur gekommen, um den gottverdammten Film anzuschauen." Sein Enkel habe weiter gefragt, warum zwei Frauen ein Kind haben könnten. Das habe ihn "abgefuckt", so der Rapper weiter. "Ich habe jetzt Angst, ins Kino zu gehen. Ihr werft mich in die Mitte dieser Scheiße, für die ich keine Antwort habe."

/ dom_lucre

"Lightyear" war von Konservativen wegen der Regenbogenfamilie bereits kritisiert worden. In mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern wurde der Film wegen dieses Handlungsstrangs verboten worden (queer.de berichtete).

Kritik auf Social Media

Die Äußerung brachte Snoop Dogg viel Kritik in sozialen Medien ein. Einige werfen ihm vor, seine Fahne nach dem Wind zu drehen – so sei er im Obama-Amerika queerfreundlich gewesen und zeige jetzt im Trump-Amerika wieder homophobe Züge. Der britische Sänger Boy George, ein erklärter Fan des Rappers, zeigte sich enttäuscht über die Aussage – und belehrte Snoop mit den Worten: "Man kann keine Kinder homosexuell machen, indem man ihnen hilft zu verstehen, dass manche Leute anders sind. Man ist homosexuell geboren, genauso wie man schwarz oder was anderes geboren ist." Kinder würden in ihrem Verständnis widerspiegeln, wie sie erzogen worden seien. "Komm schon, Snoop, sei doch die Legende, die du bist, oder hol dir stärkeres Gras", so Boy George.

/ BoyGeorge
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Snoop Dogg galt eigentlich als relativ queerfreundlicher Rapper. So sprach er sich Anfang des letzten Jahrzehnts für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben aus oder unterstützte den offen schwulen Rapperkollegen Frank Ocean. 2022 moderierte er an der Seite von Kelly Clarkson die US-Version des ESC, den American Song Contest (queer.de berichtete). Die Sendung wurde wegen schlechter Quotennach einer Staffel eingestellt.

Anfang des Jahres sorgte Snoop Dogg bereits für Kritik, weil er bei einem Konzert zu Ehren des frisch gewählten Präsidenten Donald Trump aufgetreten war. Zuvor hatte er noch schwarze Künstler*innen kritisiert, die für den Trump auftreten – und bezeichnete sie als "Onkel Tom", also als Kollaborateure. (cw)

/ Raindropsmedia1
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